NaWaRo / Wald

Montag, 1. August 2005
FDP-Bundestagsfraktion stellt Grundsatzpapier zur Waldpolitik vor

Anlässlich der Vorstellung des Positionspapiers zur künftigen Waldpolitik der FDP-Fraktion erklärt die Sprecherin für nachwachsende Rohstoffe der FDP-Bundestagsfraktion, Christel HAPPACH-KASAN:

Die FDP sieht im Bereich der Forst- und Holzwirtschaft Chancen für neue Arbeitsplätze. Im Juli wurden von der Bundesagentur für Arbeit wieder steigende Zahlen von Arbeitslosen berichtet. Die hohe Arbeitslosigkeit ist das wesentliche Problem Deutschlands. Mit der Veröffentlichung der Bundeswaldinventur im vergangenen Jahr wurde deutlich, dass die Holzvorräte in unseren Wäldern deutlich größer sind, als dies gemeinhin

angenommen wurde. Nur etwa zwei Drittel des nachwachsenden Holzes werden genutzt. Im rohstoffarmen Deutschland gehört Holz zu den Rohstoffen, der reichlich vorhanden ist. In der Charta für Holz haben wesentliche Akteure sich für eine stärkere Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz verbündet. Die FDP unterstützt mit ihrem Positionspapier zur Waldpolitik die Charta für Holz und will weitere Anstöße geben, die die Rahmenbedingungen für die stärkere Nutzung von Holz in Deutschland verbessern.

Die FDP befürwortet das Leitbild des multifunktionalen Waldes. Die erwerbsorientierte Bewirtschaftung der Wälder bei Beachtung der verschiedenen Schutzfunktionen ist möglich. Da der Erlös aus dem Holzverkauf die wesentliche Finanzierung von Wäldern ist, müssen die dafür erforderlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Die FDP setzt sich für einen Abbau überzogener und bevormundender gesetzlicher Reglementierungen im Forstbereich ein, um bessere Rahmenbedingungen für Waldbesitzer und die deutsche Holzwirtschaft zu schaffen. Dazu gehört zum Beispiel die Vereinheitlichung der Bestimmungen in der EU für den Transport von Holz sowie bei der Novellierung der Gefahrstoffverordnung die Beschränkung auf solche Stäube, die gesundheitsgefährdend wirken können. Die stoffliche Verwertung von Holz hat Vorrang. In Zeiten

steigender Preise für fossile Brennstoffe gewinnt die energetische Nutzung von Holz an Attraktivität. Die FDP will das Bauen mit Holz durch den Abbau nicht notwendiger rechtlicher Vorschriften erleichtern. Die

forstlichen Ausbildungsberufe müssen an die gegenwärtigen Erfordernisse der Forstwirtschaft angepasst werden, der Gebrauch von Holz als Baumaterial soll in der Ausbildung stärkeres Gewicht erhalten. Die FDP

will die politische Neutralität gegenüber den acht von der FAO anerkannten Forstzertifikaten. Deutschland ist nach Japan und den USA der größte Importeur von Holz und Holzprodukten. Dies zeigt, dass ein

Bedarf auch für heimisches Holz besteht. Die Verarbeitung von Holz, z. B. zur Zelluloseherstellung, dem für die Papierproduktion wichtigsten Grundstoff, muss auch in Deutschland möglich sein. So bleibt die

Wertschöpfungskette im Land und Deutschland nutzt seine technologischen Möglichkeiten. Dafür müssen die spezifischen Genehmigungsverfahren entwickelt werden.

Wir wollen die positiven Wirkungen für Natur und Umwelt durch die Nutzung von heimischem Holz stärker ins Bewusstsein der Ö

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