NaWaRo / Wald

Dienstag, 9. September 2003
Happach-Kasan fordert Simonis auf, Lauenburger Aue- und Söllerwiesen nicht als FFH-Gebiet auszuweisen

- FDP fordert, Städte und Gemeinden an der Planung der Ausweisung zu beteiligen - In einem Schreiben an Ministerpräsidentin Heide Simonis fordert die Bundestagsabgeordnete und FDP-Vorsitzende des Kreises Herzogtum Lauenburg, Dr. Christel Happach-Kasan, die Aue- und Söllerwiesen in Lauenburg nicht als Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Gebiet auszuweisen, sondern der Stadt Lauenburg die Erweiterung ihres Industriegebietes zu ermöglichen. Die Schleswig-Holsteinische Landesregierung beabsichtigt, in der 3. Tranche der Gebietsmeldungen zur Umsetzung der FFH-Richtlinie die Aue- und Söllerwiesen in Lauenburg zu melden. Ein Teil der Wiesen wurde im vergangenen Jahr während des Elbehochwasser durch die Maßnahmen zum Schutz des Deiches stark beansprucht und in diesem Jahr zum Bau des Elbdeiches genutzt. Es muss fachlich überprüft werden, ob dies die Schutzwürdigkeit der Wiesen nicht beeinträchtigt hat. Die Aue- und Söllerwiesen liegen direkt hinter dem Lauenburger Elbdeich und umschließen das Industriegebiet Lauenburg. Der Stadt Lauenburg liegen Anfragen von Betrieben nach Erweiterungsflächen vor. "Wenn das betroffene Gebiet jetzt als FFH-Fläche ausgewiesen wird, könnte eine Erweiterung des Industriegebietes nicht realisiert werden. Denn es gibt keine Alternative. Dieses würde zur Folge haben, dass Betriebe sich entscheiden, Lauenburg zu verlassen, weitere Arbeitsplätze verloren gehen und sich die ohnehin schwierige finanzielle Lage der Stadt verschlechtern würde", erklärt Dr. Happach-Kasan. Der FDP Kreisverband Herzogtum Lauenburg hat auf seinem Kreisparteitag am 30. August 2003 in Lauenburg bereits einen Dringlichkeitsantrag verabschiedet, in dem die Landesregierung aufgefordert wird, die geplante Ausweisung zu überprüfen und Städte und Gemeinden stärker zu beteiligen. Der behördliche und verbandliche Naturschutz verfolgt die Entwicklung eines 'grünen Bandes' zwischen Elbe und Ostsee. "Ich sehe keinen naturschutzfachlichen Grund, dass ein solches 'grüne Band' ausschließlich auf dem Gebiet Schleswig-Holsteins liegen muss. Die Fixierung auf die Landesgrenzen widerspricht einem modernen, an den naturräumlichen Gegebenheiten orientierten Naturschutz", so Happach-Kasan.

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Freitag, 4. Januar 2013
Fakten statt Ideologien - Novelle des Arzneimittelgesetzes weist den Weg zur Verringerung des Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung weiter lesen

Alle Meldungen zum Thema