NaWaRo / Wald

Donnerstag, 9. Oktober 2003
Hagen Brügmann aus Kuddewörde nahm teil an 'Jugend und Parlament'

Hagen Brügmann aus Kuddewörde nahm in diesem Jahr auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Dr. Christel Happach-Kasan an der Veranstaltung "Jugend und Parlament" teil. Er berichtet nachfolgend über seine Eindrücke. Politik erleben und aktiv gestalten Auch in diesem Jahr konnte die Veranstaltung "Jugend und Parlament" zeigen, dass junge Menschen nicht politikverdrossen, sondern engagiert und interessiert sind. Rund 400 Jugendlichen wurde vom 21. bis 23. September die Chance gegeben, Politik zu erleben und zu gestalten. Dies geschah nicht durch passives Beiwohnen von abstrakten Debatten, sondern vielmehr durch aktive, gemeinsame Diskussionsrunden und die Suche nach mehrheitsfähigen Lösungen. Am Montag, 22. September 2003, wurde "Jugend und Parlament" vom Bundestagspräsidenten eröffnet. Nach den Begrüßungsworten von Herrn Thierse hatten die Fraktionsvorsitzenden bzw. die Parlamentarischen Geschäftsführer der einzelnen Fraktionen Gelegenheit, ihre Fraktion vorzustellen. Dieser kurze Eindruck im Plenarsaal war für viele Teilnehmer der erste Kontakt zur Politikprominenz. Nach den Reden im Plenarsaal bestand die Möglichkeit, den Fraktionen in den jeweiligen Fraktionsräumen Fragen zu stellen. Hier entwickelten sich zum Teil lebhafte Diskussionen, in denen die Teilnehmer von "Jugend und Parlament" ihr Verständnis und ihren Zugang zur Politik unter Beweis stellen konnten. Ein negativer Aspekt, der sich schon frühzeitig andeutete, wurde an dieser Stelle leider oft bestätigt: Das Lösen von der eigenen Parteipolitik, das sich viele Jugendliche vorgenommen hatten, gelang häufig nicht. Viele der Teilnehmer verhärteten sich auf Phrasen, teilten Klischees und imitierten das Verhalten von Politikern. Wirklich polemisch wurde die Veranstaltung allerdings nie. Am Ende überwog die Vernunft, sich auch anderen Richtungen und Ideen gegenüber zu öffnen. Dieser Trend bestimmte glücklicherweise die am Nachmittag tagenden Arbeitskreise. In den zwölf Arbeitskreisen wurden Themen diskutiert, die alle die heutige Politik bestimmen, von der Zukunft der Wehrpflicht über das Problem der Sozialversicherungen bis hin zur Einwanderung. In den Arbeitskreisen wurden Resolutionen formuliert, die am nächsten Tag, dem letzten Tag von "Jugend und Parlament 2003", verabschiedet werden sollten. Am Montagabend luden die Landesvertretungen Abgeordnete und Jugendliche ein. Im Haus Schleswig-Holsteins wurde in geselliger Runde zunächst gegessen und dann diskutiert. Die Atmosphäre kann regelrecht als familiär beschrieben werden. So konnten entweder im kleinen Kreis oder in Einzelgesprächen Kontakte geknüpft und Politik verständlicher werden. Am Dienstag, 23. September 2003, folgte gewissermaßen "die Kür". Im Plenarsaal wurden die Resolutionen vorgestellt, diskutiert, Anträge eingebracht und schließlich abgestimmt. Einiges kam in dieser abschließenden Sitzung zu kurz, denn die Zeit war knapp. So wurden einige Resolutionen vielleicht etwas schnell und einseitig bearbeitet. Trotz des engen Zeitplans führten Diskussionen und Ausarbeitungen doch noch zu greifbaren Ergebnissen. Eines, auf das schon zu Beginn der Veranstaltung hingewiesen wurde, kann als Ergebnis mit nach Hause genommen werden: Es ist sehr schwer, Resolutionen zu formulieren, die mehrheitsfähig sind.

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Freitag, 4. Januar 2013
Fakten statt Ideologien - Novelle des Arzneimittelgesetzes weist den Weg zur Verringerung des Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung weiter lesen

Alle Meldungen zum Thema