Grüne Gentechnik

Mittwoch, 14. Januar 2004
Freilandversuche mit gentechnisch veränderten Apfelsorten gegen 'Feuerbrand'

BERLIN. Zum Antrag "Freilandversuche mit gentechnisch veränderten Apfelsorten in Pillnitz und Quedlinburg ermöglichen" erklärt die Gentechnikexpertin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel HAPPACH-KASAN: Ministerin Künast muss den Innovations-Versprechungen des Kanzlers Taten folgen lassen. Dazu fordert die FDP-Bundestagsfraktion in einem Antrag die Bundesregierung auf, die Freilandversuche mit gentechnisch veränderten Apfelsorten gegen den "Feuerbrand' zu ermöglichen. Die bakterielle Erkrankung "Feuerbrand' hat sich in den letzten dreißig Jahren in Europa stark ausgebreitet und verursacht derzeit auch in Deutschland erhebliche Schäden an Obstbäumen, besonders an Apfel- und Birnbäumen. Aus klimatischen Gründen sind besonders die Obstbaugebiete in den südlichen Bundesländern von der hochansteckenden Krankheit bedroht. In Baden-Württemberg mussten in den vergangenen Jahren bereits mehrere hundert Hektar erkrankter Apfelplantagen gerodet werden. Eine wirksame Bekämpfung des Feuerbrandes mit speziellen Antibiotika darf in Deutschland nur in Ausnahmefällen zur Anwendung kommen und soll von der Bundesregierung künftig gänzlich untersagt werden. Eine geeignete Möglichkeit zur Unterdrückung des Feuerbrandes stellt die Entwicklung transgener Obstsorten dar. In Dresden-Pillnitz und Quedlinburg wird am Institut für Obstzüchtung bereits seit 1997 an der Entwicklung entsprechender transgener Apfelpflanzen gearbeitet. Bereits Anfang Oktober 2003 hatte die ZKBS (Zentrale Kommission für biologische Sicherheit) das Sachverständigengremium bei der Zulassungsbehörde des RKI (Robert-Koch-Institutes) über Freisetzungsversuche transgener Apfelsorten beraten und eine Genehmigung unter Auflagen empfohlen. Die FDP-Bundestagsfraktion fordert die Bundesregierung in ihrem aktuellen Antrag auf, die Bundesanstalt für Züchtungsforschung anzuweisen, den von der Zentralen Kommision für biologische Sicherheit (ZKBS) genehmigten Freisetzungsversuch von transgenen Apfelbäumen an den vorgesehenen Standorten in Pillnitz und Quedlinburg im Jahr 2004 wie geplant zu beginnen.

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