Grüne Gentechnik

Freitag, 30. Januar 2004
Transgenes Ackerunkraut hilft bei der Bekämpfung von Landminen

BERLIN. Zu den neuesten Forschungsergebnissen der Universität Kopenhagen erklärt die Gentechnik-Expertin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel HAPPACH-KASAN: Klaus Kinkel hat sich als Außenminister für die Ächtung der Landminen eingesetzt. Nach Informationen des Internationalen Roten Kreuzes gibt es mehr als 120 Millionen Landminen in 70 Ländern. Mehr als eine Millionen Menschen sind bisher durch Landminen getötet worden. Oftmals werden Kinder getötet oder verkrüppelt. Eine Mine kostet drei Euro, die Prothese für ein Kind bis zu 5000 Euro. Landminen werden schneller gelegt, als sie entdeckt und beseitigt werden können. Jetzt gibt es Hoffnung, weil ein transgenes Ackerunkraut unter der Erdoberfläche liegende Landminen anzeigt. Das von den Landminen in Spuren abgegebene Gas führt in den Pflanzen zur Bildung des roten Farbstoffes Anthocyan. Dadurch fallen die Pflanzen auf, die unter ihnen liegenden Landminen werden gefunden und können beseitigt werden. Das Ackerunkraut, das diese Eigenschaft durch gezielte genetische Veränderung erworben hat, ist das "Haustier' der Pflanzengenetiker, die Ackerschmalwand, Arabidopsis thaliana. Es ist die erste Pflanzenart, deren Genom vollständig entschlüsselt wurde. Die Chancen dieser Entwicklung müssen im Interesse der Kinder in Afghanistan, aber auch im Balkan und vielen anderen Ländern der Erde genutzt werden. Natürlich hat Greenpeace recht, wenn die Organisation fordert, dass keine Landminen gelegt werden dürfen. Doch was hilft dies gegen Landminen, die schon in der Erde liegen?

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