Grüne Gentechnik

Freitag, 12. März 2004
FDP fordert Bundesregierung auf, Freisetzungsversuche zu schützen

BERLIN. Zum Greenpeace-Protest gegen den Gen-Weizen-Versuch in Sachsen-Anhalt erklärt die Gentechnikexpertin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel HAPPACH-KASAN: Sachsen-Anhalt hat erkannt, dass wirtschaftlicher Aufschwung und die Schaffung neuer Arbeitsplätze nur mit Innovationen zu erreichen sind. Deshalb ist die Biotechnologie-Offensive von Sachsen-Anhalt der richtige Weg. Teil dieser Biotechnologie-Initiative ist der Freisetzungsversuch von genetisch verändertem Weizen, der Pilzerkrankungen besser abwehren kann als die jetzt angebauten Sorten. Die Verhinderungsstrategie von Greenpeace richtet sich gegen die Zukunftsperspektiven der Menschen. Das Ergebnis ist in allen Statistiken nachzulesen. Gerade junge, gut ausgebildete Menschen verlassen Deutschland. Der Freisetzungs­versuch mit genetisch verändertem Weizen, der in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden soll, wurde im letzten Jahr von Greenpeace zerstört. Staatssekretär Thalheim hat auf Drängen der FDP-Bundestagsfraktion bekräftigt, dass die Bundesregierung rechtswidriges Handeln ablehnt und damit auch die Zerstörung von Freisetzungsversuchen verurteilt. Daher fordert die FDP die Bundesregierung auf, dazu beizutragen, dass in Zukunft genehmigte Freisetzungsversuche vor Zerstörungen geschützt werden. In der Schweiz ist bereits Ende Februar ein von der Eidgenössischen technischen Hochschule (ETH) Zürich beantragter Freisetzungsversuch von genetisch verändertem Weizen genehmigt worden. Bei dem Versuch geht es um die Erforschung der Resistenz gegen die Pilzkrankheit "Stinkbrand". Der Greenpeace-Einspruch war abgelehnt worden.

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