Ernährung

Freitag, 5. Juli 2013
Happach-Kasan: Ökomonitoring-Bericht 2012 des Landes Baden- Württemberg politisch einseitig und irreführend

Happach-Kasan: Ökomonitoring-Bericht 2012 des Landes Baden- Württemberg politisch einseitig und irreführend

Berlin, 05.07.2013. Zum „Ökomonitoring Bericht 2012“ des Ministeriums für den Ländlichen Raum Baden-Württembergs, „Ergebnisse der Untersuchungen von Lebensmitteln aus ökologischem Landbau“  erklärt die ernährungs- und agrarpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Christel Happach-Kasan:

Das so genannte Ökomonitoring von Baden-Württemberg bestätigt die Ergebnisse des Lebensmittelmonitorings des Bundesinstituts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit: In Deutschland produzierte Lebensmittel aus konventionellem wie auch aus ökologischem Anbau weisen nur eine geringe Belastung mit Resten von Pflanzenschutzmittel oder Pilzgiften auf.

Allerdings sind allgemein gültige Aussagen mit dieser Untersuchung kaum zu treffen. Dazu ist die Datenbasis zu dünn. Teilweise wurden weniger als 5 Proben pro Lebensmittel untersucht, beim Lebensmittelmonitoring sind es mehr als 50 Proben. Die aufwändige Gestaltung der Dokumentation steht im Widerspruch zum mageren Inhalt. Die Sinnhaftigkeit dieses teuren Programms steht in Frage.

Außerdem wird ein wichtiger Aspekt des Verbraucherschutzes völlig außer Acht gelassen. Es fehlen Aussagen zur Kontamination der Lebensmittel mit Bakterien und Viren. Angesichts der Vorkommnisse der beiden letzten Jahre ist dies ein schweres Versäumnis. Durch Ehec-Bakterien auf Sprossen eines Biohofes in Niedersachsen sind 53 Menschen gestorben, weitere 200 Menschen in Deutschland sind durch die Schädigung ihrer Nieren bis heute auf die Dialyse angewiesen. Im vergangenen Jahr sind über 10 000 Schülerinnen und Schüler an Durchfall auf Grund der Kontamination von Erdbeeren mit Noroviren erkrankt.

Die zugehörige Pressemitteilung des Ministeriums für Ländliche Räume (117/2013, v. 24.06.2013) lässt eine ausgewogene Berichterstattung über die Qualität der in Baden-Württemberg angebotenen Lebensmittel vermissen und ist politisch einseitig. Wieder einmal versucht Grüne Politik Angst und Schrecken beim Verbraucher zu schüren.

 

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