Donnerstag, 18. Juli 2013
Happach-Kasan: Europa wird weiter Gentechnik importieren, statt selbst zu entwickeln

Happach-Kasan: Europa wird weiter Gentechnik importieren, statt selbst zu entwickeln

Berlin, 18.07.2013. Anlässlich der Entscheidung von Monsanto, alle Anträge für den Anbau gentechnisch veränderter Nutzpflanzen in Europa zurückzuziehen, erklärt die agrar- und ernährungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestags-fraktion Christel Happach-Kasan:

Die FDP bedauert, dass ein weiteres Unternehmen entschieden hat, die noch laufenden Zulassungsanträge für gentechnisch veränderte Pflanzensorten zurückzuziehen. Europa wird weiter Gentechnik importieren, statt den Erfolg in eigenen Entwicklungen zu suchen. Das ist ein Rückschlag für Landwirtschaft und Verbraucherinnen und Verbraucher, für Forschung und Wissenschaft. Die Entscheidung der Unternehmen bedeutet den Verlust von Wissen, den Verlust von Arbeitsplätzen für hoch qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, den Verlust von Chancen für gut ausgebildete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und damit den Verlust von Wertschöpfung im eigenen Land.

Gentechnik ist auch in Europa längst Alltag. Mehrere Millionen Tonnen von Futtermitteln aus gentechnisch veränderten Pflanzen werden importiert. Jeder hat Geldscheine im Geldbeutel und trägt Hemden hergestellt aus GVO-Baumwolle, isst Käse und nutzt Waschmittel mit Enzymen, die aus gentechnisch veränderten Mikroorganismen gewonnen werden. Vor diesem Hintergrund ist die Ablehnung der Züchtungsmethode sehr irrational; das Handeln der Aktivisten ist nicht überzeugend. Mit dem Ende eigenständiger gentechnischer Arbeiten in Europa werden sich die Aktivisten ein neues Betätigungsfeld suchen. Nicht die Züchtungsmethode ist das Thema, sondern der Protest - gegen was auch immer.

Die FDP-Bundestagsfraktion setzt weiterhin auf einen wissensbasierten Umgang mit dieser inzwischen nicht mehr neuen Züchtungsmethode und tritt für Regeln ein, die es auch mittelständischen Unternehmen erlauben, diese Methode zu nutzen.

 

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