Grüne Gentechnik

Freitag, 13. September 2013
Happach-Kasan: Grüne Gentechnik braucht Aufklärung statt Vorurteile

Happach-Kasan: Grüne Gentechnik braucht Aufklärung statt Vorurteile

Berlin, 13.09.2013. Anlässlich der Vergabe des InnoPlanta-Preises an Dr. Gerd Held im Bereich Journalismus und Prof. Dr. Christian Kummer im Bereich Wissenschaft erklärt die agrar- und ernährungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Christel Happach-Kasan:

Der InnoPlanta-Preis wird alljährlich an einen Wissenschaftler für besondere wissenschaftliche Leistungen und an einen Journalisten für eine sachliche, objektive und allgemeinverständliche Berichterstattung über die Grüne Gentechnik vergeben. Dieses Jahr wurden Prof. Dr. Christian Kummer für seine Forschungsarbeit und Dr. Gerd Held für seine Arbeit im Bereich Journalismus ausgezeichnet. Beide leisten mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag zum Abbau von Vorurteilen gegenüber der Grünen Gentechnik. Informationsmangel und Missverständnisse sind die Hauptgründe der Ablehnung dieser innovativen Züchtungsmethode. Dies ist Ergebnis der kürzlich vorgestellten bundesweiten Dimap-Umfrage. Nur ein offener Umgang mit der Gentechnik kann Mythen und Missverständnisse ausräumen. Tabuisierung und Verbote sind mittelalterliche Methoden. Die Gentechnik dagegen ist eine Methode der Gegenwart und auch bei uns längst Alltag.

Nach 17 Jahren Erfahrung mit dem Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen ist es an der Zeit, neue Sorten nur nach ihren Eigenschaften und nicht nach der Züchtungsmethode zu bewerten. Dann wird es uns auch gelingen, neue Techniken wie Smart Breeding und cis-gene Züchtung schneller in die Praxis zu überführen. Biotechnologische Methoden dienen nicht nur der Züchtung,

sondern sind auch ein wertvolles Werkzeug, um die Entwicklung von Pflanzen, die Funktionsweise der Gene und das Zusammenspiel mit Bodenmikroorganismen besser zu verstehen. Dieses Wissen nützt auch der konventionellen Züchtung.

Der Vortrag des Berliner Agrarökonomen Professor Dr. Harald von Witzke verdeutlichte, dass wir alle verfügbaren Werkzeuge in der Forschung und Pflanzenzüchtung nutzen müssen, um die Welternährung zu sichern. Die globalen Trends von steigender Bevölkerungszahl verbunden mit steigendem Wohlstand in den Schwellenländern, schwindenden Anbauflächen und dem Klimawandel machen eine Produktivitätssteigerung dringend notwendig. Die weltweit steigenden Preise für Agrarprodukte zeigen dies anschaulich. Allein Deutschland importiert über Agrargüter mittlerweile umgerechnet eine Anbaufläche von 35 Millionen Hektar. Wäre es uns gelungen, national die jährliche Produktivitätssteigerung von 0,6% auf 1,2% zu verdoppeln, dann wäre dies nicht notwendig.

 

 

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