Landwirtschaft

Dienstag, 10. September 2013

Happach-Kasan: Einbruch darf keine Grundlage für Berichterstattung sein

Happach-Kasan: Einbruch darf keine Grundlage für Berichterstattung sein

Berlin, 10.09.2013. Anlässlich der Berichterstattung über „Bioputen“ im Magazin „Fakt“ des ARD, erklärt die agrar- und ernährungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Christel Happach-Kasan:

Die Aufnahmen der Organisation Animal Rights Watch (Ariwa) über Bioputen, welche in der Sendung „Fakt“ gezeigt wurden und die auch Grundlage der Spiegel-online-Berichterstattung bilden, wurden illegal gedreht. Sie können deshalb keine Basis für eine objektive Berichterstattung in öffentlich-rechtlichen Medien sein. Tierschutzorganisationen und Redakteure können bei Verdacht auf tierschutzwidriges Handeln Anzeige erstatten. Dies ist der Rechtsweg, der jedem offen steht. Einbruch und heimliches Anfertigen von Aufnahmen innerhalb von privatem Gelände sind Straftaten - egal ob diese biologisch oder konventionell bewirtschaftet werden.

Die christlich-liberale Koalition hat das Tierschutzgesetz überarbeitet und die Eigenkontrollen der Landwirte im Tierschutzbereich gestärkt. Diese können nun nicht mehr willkürlich erfolgen, sondern müssen an Hand von objektiven Kriterien dokumentiert werden. Außerdem wurde der sogenannte „Qualzuchtparagraf“ verschärft, um die Tiergesundheit in der Zucht wieder in den Vordergrund zu stellen.

Die FDP setzt sich für eine tiergerechte und die Tiergesundheit fördernde Tierhaltung und -ernährung ein. In jeder Haltungsform, egal ob Bio oder konventionell, müssen Tiere ihre Integrität möglichst bewahren können, unabhängig von der Stallgröße und der Produktionsweise des Betriebs. Das Tierwohl hängt nicht nur mit Haltungsbedingungen zusammen, sondern vielmehr müssen auch Aspekte wie Betriebsmanagement oder bauliche Voraussetzungen, Mensch-Tier-Beziehung in der Betreuung und die Überwachung in den Vordergrund rücken. In jeder Haltungsform müssen Hygiene und Krankheitsprophylaxe selbstverständlich dazu gehören. Tierhaltungssysteme müssen ständig nach dem aktuellsten Stand der Forschung technisch und unter dem Aspekt des Tierwohls weiterentwickelt werden. Dem Tierhalter muss es gelingen, hohe Lebensmittelqualität mit Tierschutz zu verbinden und trotzdem bezahlbare Nahrungsmittel zu produzieren.

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