Fischerei

Freitag, 17. Mai 2013
Happach-Kasan: Kormoranmanagement bleibt auf der Agenda

Happach-Kasan: Kormoranmanagement bleibt auf der Agenda
Berlin, 17.05.2013. Anlässlich ihres gestrigen Gesprächs mit Experten über die aktuelle Lage der Fischbestände in Nordrhein-Westfalen und ihre Bedrohung durch den Kormoran erklärt die agrarpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Christel Happach-Kasan:
Nordrhein-Westfalen hat derzeit keine gültige Kormoranverordnung.  Dadurch werden die  verbliebenen autochthonen Bestände von Bachforelle und Äsche gefährdet, so Paul-Gerhard Jäger mit seinen Experten vom Verein „Fischschutz contra Kormoran e. V.”. In Sachsen-Anhalt hat ein Gutachten ergeben, dass der Kormoran insbesondere die Bestände von Äschen und Barben dezimiert. Dort ist der Erlass einer Kormoranverordnung geplant. Tschechien hat inzwischen den Kormoran aus der Liste der geschützten Arten gestrichen,  um die Jagd auf den Vogel zu erleichtern. Nach wie vor ist ein nationales und europaweites Kormoranmanagement unabdingbar für den Erhalt der Fischbestände. Naturschutz darf nicht an der Wasseroberfläche aufhören. Durch die mittlerweile wieder stark angestiegene Kormoranpopulation sind beispielsweise die Äsche oder die Bachforelle in Nordrhein-Westfalen fast ausgestorben. Der Aal ist auch durch den Kormoran bedroht, die Projekte zur Wiederansiedlung ausgestorbener Fischarten werden durch Kormoranfraß stark behindert. Dem müssen wir entgegenwirken. Der Bundestag hat auf Initiative der FDP beschlossen, dass sich die Bundesregierung für ein europaweites Kormoranmanagement einsetzt.  Kormoranbestände müssen wie beispielsweise Rehwildbestände reguliert werden. Dabei müssen und sollen örtliche und regionale Gegebenheiten berücksichtigt werden.

von links: Prof. Dr. Franz Josef Lohmar, Hans Helmut Mertens, Dr. Christel Happach-Kasan, Paul-Gerhard Jaeger, Karl Friedrich Kämper

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