Landwirtschaft

Mittwoch, 15. Mai 2013
Happach-Kasan: Saatgutverordnung stärkt moderne und alte Sorten

Happach-Kasan: Saatgutverordnung stärkt moderne und alte Sorten

Berlin, 15.03.2013. Zu dem von der EU-Kommission vorgelegten Entwurf für eine neue Saatgutverordnung erklärt die Sprecherin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der FDP-Bundestagsfraktion, Christel Happach-Kasan:
 
Gutes Saatgut ist eine wichtige Voraussetzung für eine nachhaltige und effiziente Landwirtschaft und für einen modernen Verbraucherschutz. Einem Samenkorn ist nicht anzusehen, ob die Sorte krankheitsresistent, ertragreich und auch keimfähig ist und ob in einer Saatgutpartie Fremdsamen enthalten sind. Deshalb gibt es Regelungsbedarf und das Erfordernis für die Zertifizierung von Saatgut. Die hohe Qualität der bei uns angebauten Sorten ist Ergebnis der Arbeit der Züchter und wird durch unseren gut geregelten Sortenschutz unterstützt.
 
Das Vorhaben der EU-Kommission, zwölf Richtlinien in einer dann direkt geltenden Verordnung zusammenzufassen, soll zu einer Verbesserung des geltenden EU-Saatgutrechts führen. National unterschiedliche Qualitätsstandards der Zulassung werden damit vereinheitlicht. Es muss deutsches Interesse sein, dass bewährte Grundsätze und Standards des Saatgutrechts erhalten bleiben. Wir unterstützen das Vorhaben, die Vorschriften für die Vermarktung alter Sorten weiter zu vereinfachen. Unternehmen mit geringem Umsatz werden von den Gebühren zur Sortenregistrierung befreit. Der Austausch von Saatgut und Vermehrungsmaterial zwischen Hobbygärtnern ist von der Verordnung nicht berührt.

Landwirte bauen in der Regel moderne Sorten an, da diese Vorteile gegenüber älteren Sorten haben. Die grüne Vorstellung, Sortenvielfalt durch landwirtschaftlichen Anbau zu erhalten, ist somit völlig unrealistisch. Deshalb sind für den Erhalt der Sortenvielfalt Genbanken wie die in Gatersleben von besonderer Bedeutung. Die Verordnung darf daher nicht für Vermehrungsmaterial von Genbanken gelten.  

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