Ernährung | Landwirtschaft

Freitag, 12. April 2013
Happach-Kasan: Sachgerechte Anwendung von Pflanzenschutzmitteln ist Teil guter fachlicher Praxis in der Landwirtschaft

Happach-Kasan: Sachgerechte Anwendung von Pflanzenschutzmitteln ist Teil guter fachlicher Praxis in der Landwirtschaft

Berlin, 12.04.2013. Zur Verabschiedung des Nationalen Aktionsplans Pflanzenschutz durch das Bundeskabinett erklärt die agrarpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Christel Happach-Kasan:

Die sachgerechte Anwendung von Pflanzenschutzmitteln ist Teil guter fachlicher Praxis in der Landwirtschaft. Verschimmelte Erdbeeren, schorfige Äpfel oder Salat mit Blattläsen sind keine Verkaufsschlager.

Das in jedem Jahr durchgeführte Lebensmittelmonitoring zeigt, dass unsere landwirtschaftlichen Produkte nur minimal mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln belastet sind. Dazu haben die konkreten Anwendungsbedingungen, die gute Ausbildung der Landwirte sowie deren sorgfältige Umsetzung der Bestimmungen beigetragen. Laut einer Studie von Wissenschaftlern der Berliner Humboldt-Universität belaufen sich die Wohlstandsgewinne durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf etwa vier Milliarden Euro pro Jahr. Angesichts der steigenden Weltbevölkerung ist ein effizienter Einsatz der Ressource Boden unbedingt geboten. Der Ertrag etwa bei Weizen liegt ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln etwa um die Hälfte niedriger.

Eine weitere Herausforderung ist die Minderung des Einsatzes des Schwermetalls Kupfer in der Bekämpfung von Pilzerkrankungen im konventionellen wie im ökologischen Pflanzenbau. Laut Umweltbundesamt gibt es inzwischen chemische Alternativen, die deutlich umweltverträglicher sind und den Boden weniger belasten als die Verwendung von Kupfer.

Das Bienenmonitoring hat gezeigt, dass in Deutschland unter den bei uns geltenden Anwendungsbedingungen Bienen durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln nicht gefährdet sind. Auch die in der Gesellschaft teilweise kritisch diskutierten Neonicotinoide sind bei den Untersuchungen von Bienenbrot nur in wenigen Fällen nachgewiesen worden. Der Plan der Europäischen Kommission, den Einsatz der Neonicotinoide Clothianidin, Imidacioprid und Thiametoxam für zwei Jahre zu verbieten, wird somit der tatsächlichen Gefährdungssituation von Nichtzielorganismen nicht gerecht.


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