Ernährung | Landwirtschaft

Freitag, 12. April 2013
Happach-Kasan: Forderung nach Europäischer Lebensmittelpolizei ist reiner Populismus

Happach-Kasan: Forderung nach Europäischer Lebensmittelpolizei ist reiner Populismus

Berlin, 12.04.2013. Zur Forderung des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel nach einer europäischen Lebensmittelpolizei erklärt die agrarpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Christel Happach-Kasan:

Die Forderungen von Sigmar Gabriel sind reiner Populismus. Die aktuellen Funde von falsch etikettiertem Fleisch zeigen, dass die Aufsichtsbehörden funktioniert haben. Mehr als einen Rückruf hätte eine europäische Lebensmittelpolizei ebenfalls nicht bewirken können. Es gibt in der Tat Verbesserungsbedarf in der europäischen Zusammenarbeit im Bereich der Lebensmittelüberwachung. Den aktuellen Vorkommnissen um falsch etikettiertes Fleisch sollte aber nicht mit populistischen Schnellschüssen begegnet werden. Lebensmittelkontrollen sind grundsätzlich Stichproben, eine hundertprozentige Abdeckung kann und wird es nie geben. Bei den aktuellen Vorkommnissen um falsch etikettiertes Fleisch handelt es sich um Betrug, nicht um eine Verbrauchergefährdung.

Sigmar Gabriel liegt falsch, wenn er meint, sichere und gesunde Lebensmittel würden vom Geldbeutel abhängen. Die Lebensmittel in Deutschland sind von hervorragender Qualität. Dies gilt für alle Preissegmente. Sie haben ein Sicherheitsniveau erreicht, wie es noch vor dreißig Jahren unvorstellbar war. Daran ändern auch die aktuellen Vorfälle von Falschetikettierungen im europäischen Raum nichts. Es gilt, diese Verbrauchertäuschung rückhaltlos aufzuklären und schwarze Schafe zu identifizieren. Sonst leidet das Vertrauen der gesamten Lebensmittelbranche.

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