Landwirtschaft

Donnerstag, 14. März 2013
Happach-Kasan: Ökolandbau muss effizienter werden

Happach-Kasan: Ökolandbau muss effizienter werden

Berlin, 14.03.2013. Zur Vorstellung der Studie „Ausstiege aus dem ökologischen Landbau” im Bundestagsausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erklärt die agrarpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Christel Happach-Kasan:

Die Studie zeigt, dass eine vergleichsweise geringe Zahl von Ökobetrieben ihre Produktion nach einigen Jahren wieder auf konventionelle Erzeugung umstellt. Abhängig vom Betriebstyp sind dies in den letzten zehn Jahren zwischen ein und sieben Prozent gewesen. Die Gründe sind sehr unterschiedlich, aber in der Mehrheit haben sich finanzielle Erwartungen nicht erfüllt. Da die Ökolandwirte im Durchschnitt ein höheres Einkommen erzielen als konventionell wirtschaftende Betriebe, ist dieses Ergebnis durchaus überraschend.  

Aus Sicht der FDP ist eine qualifizierte Einstiegsberatung für landwirtschaftliche Betriebe wesentliche Voraussetzung, um Fehlentscheidungen von Landwirten und in der Folge Fehlinvestitionen zu vermeiden. Rückumstellende Betriebe sind überproportional häufig in Verbänden organisiert. Diese haben somit eine besondere Verantwortung und sind in der Pflicht, Landwirten transparent die Entscheidungskriterien zur Umstellung zu vermitteln. Die FDP sieht sich weiter in ihrer Einschätzung bestätigt, dass im Ökolandbau die Anstrengungen verstärkt werden sollten, die Erträge zu steigern. Es kann nicht zufriedenstellen, dass z. B. im Ackerbau das Ertragsniveau gerade einmal halb so hoch ist wie in der konventionellen Landwirtschaft. Das Ertragspotential der angebauten Kulturpflanzen ist deutlich höher als die erzielten Ergebnisse. Die in der Studie dargestellte Kritik an den Ökokontrollstellen sollte für diese ein Hinweis sein, ihre Arbeit zu verbessern.

Landwirte entscheiden über die spezielle Ausrichtung ihrer Betriebe auf der Grundlage der eigenen betrieblichen Ausstattung, verschiedener regionaler Faktoren wie z.B. der Möglichkeit der Direktvermarktung sowie den weiteren politischen Rahmenbedingungen. Dazu gehören auch die Richtlinien der Ökolandbauverbände sowie des EU-Biosiegels sowie die zusätzlich zu den Direktzahlungen von den Ländern gezahlten Flächenprämien. Im Ackerbau betragen sie zwischen 137

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