Ernährung

Montag, 18. Februar 2013
Happach-Kasan: Herkunftsdeklaration kann kriminelles Handeln nicht verhindern

Happach-Kasan: Herkunftsdeklaration kann kriminelles Handeln nicht verhindern

Berlin, 18.01.2013. Zur Vorstellung des Aktionsplanes der Verbraucherschutzministerinnen und -minister des Bundes und der Länder zu den Funden von Pferdefleisch in Rindfleischprodukten erklärt die agrar- und ernährungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Christel Happach-Kasan:

Der Austausch von Rindfleisch durch Pferdefleisch war ein krimineller Akt. Eine Herkunftsdeklaration des Fleisches hätte diesen Betrug nicht verhindern können. Daher sieht die FDP eine generelle Angabe der Herkunft von Zutaten in verarbeiteten Produkten als Schlussfolgerung aus dem Skandal kritisch. Die erweiterte Deklaration würde gerade kleine und mittelständische Unternehmen treffen, denn diese greifen oft auf verschiedene Lieferanten zurück, um kontinuierlich produzieren zu können. Sie müssten für jede Charge neue Verpackungen drucken lassen.

Die heimischen, fleischverarbeitenden Betriebe können und müssen ihren Teil zur Aufklärung beitragen und dürfen nicht aus ihrer Verantwortung für die Qualität ihrer Produkte entlassen werden. Dazu müssen, wie im nationalen Aktionsplan vorgesehen, auch die Eigenkontrollen der verarbeitenden Betriebe auf den Prüfstand.

Der EU-weite Aktionsplan, der die Untersuchung von Fleischprodukten auf nicht deklariertes Pferdefleisch beschleunigen soll, ist auch in Deutschland zügig umzusetzen. Wir wollen, dass alle Falschdeklarationen umfassend aufgedeckt werden. Unsere Verbraucherinnen und Verbraucher brauchen Klarheit über das Ausmaß des Betruges. Über den EU-Plan hinausgehende Untersuchungen auf weitere nicht-deklarierte Fleischbestandteile sollten nur in konkreten Verdachtsfällen vorgenommen werden. Der Kenntnisgewinn steht sonst in keinem angemessenen Verhältnis zu den Kosten der Analysen.

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