Landwirtschaft

Montag, 4. Februar 2013
Happach-Kasan: Eichen sind die Sorgenkinder des deutschen Waldes

Happach-Kasan: Eichen sind die Sorgenkinder des deutschen Waldes

Berlin, 04.02.2013. Zur Veröffentlichung des Waldzustandsberichtes von 2012 und dem darin verzeichneten positiven Trend für den Zustand deutscher Wälder erklärt die forstpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Christel Happach-Kasan:

Auch wenn der heute vom BMELV veröffentlichte Waldzustandsbericht 2012  insgesamt ein sehr optimistisches Bild vom Gesundheitszustand unserer Wälder zeichnet, gibt er weiter Anlass zur Sorge. Zwar scheint sich die Situation besonders bei Buchen, Kiefern und Fichten gebessert zu haben, aber die der Eiche ist nach wie vor problematisch. Ihre hohe Anfälligkeit für Schaderreger wie den Eichenwickler und den Eichenprozessionsspinner kann ein Anzeichen für die Schwächung der Bäume sein. Dies sollte untersucht werden. Die Bekämpfung der Schaderreger mit Pflanzenschutzmitteln ist nur in Einzelfällen und auf kleinen Flächen zu verantworten.

Das Erhebungsverfahren ist sehr stark von Zufälligkeiten abhängig. Die Effekte von extremen Wetterereignissen wie langen Trockenperioden und nassen Sommern beeinflussen die Ergebnisse so, dass geringfügige prozentuale Veränderungen keine Aussagekraft haben. Der Blick in die Baumkronen ist kein zuverlässiges Verfahren zur Beurteilung der tatsächlichen Gesundheit der Bäume. Deshalb steht die wissenschaftliche Relevanz der Waldzustandsberichte seit langem im Zweifel. Es ist an der Zeit, über eine Umstellung der Waldzustandserhebung von der Kronendichte auf die Bewertung des Bodenzustandes nachzudenken.

Berichte sind kein Selbstzweck und machen nur Sinn, wenn sie genutzt werden, um aus den Ergebnissen Handlungsoptionen abzuleiten. Nahezu jeder Bericht hat empfohlen, besonders stark übersäuerte Waldböden zu kalken, um die Bodenqualität zu verbessern und die Wirkungen der jahrzehntelangen Schadstoffeinträge zu mindern. Dafür stellen wir auch in diesem Jahr wie in den Vorjahren Fördergelder im Bundeshaushalt zur Verfügung. Die Bundesländer sind aufgefordert, die erforderlichen Bodenzustandserhebungen durchzuführen und die geeigneten Gebiete auszuweisen.

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