Schleswig-Holstein

Mittwoch, 16. Januar 2013
Happach-Kasan: Mecklenburgs Fehler nicht wiederholen

Happach-Kasan: Mecklenburgs Fehler nicht wiederholen
In der schleswig-holsteinischen Landesregierung ist ein Streit darüber entbrannt, ob Ausstellungsstücke des „ Nieklitzer Zukunftszentrums” in Mecklenburg angekauft werden sollen und dafür eine Machbarkeitsstudie erstellt werden soll. Die dortige Einrichtung ist finanziell schwer angeschlagen. Bisher wurde dort anschaulich gezeigt, wie der Mensch und seine Technik von der Natur profitiert, indem er sich Lösungen abschaut. Mit Mölln gibt es bereits eine interessierte Stadt in der Region für die Exponate. Die FDP-Bundestags-abgeordnete Dr. Christel Happach-Kasan hat sich nun in diese Diskussion eingeschaltet:
„Es dürfen bei uns nicht noch einmal dieselben Fehler gemacht werden, wie bei der Ansiedlung der Ausstellung in Mecklenburg. Es ist wichtig, die Ausstellung an eine vorhandene Einrichtung anzugliedern, damit sie nachhaltigen Erfolg haben kann. Eine falsche Standortwahl lässt sich nicht mit zusätzlichem Geld kompensieren. Das zeigt die Erfahrung der letzten Jahre. Vor der Investition von Landesmitteln müssen noch weitere Fragen beantwortet werden:
1.    Welche bestehende schleswig-holsteinische Einrichtung passt thematisch zu den Ausstellungsstücken aus Mecklenburg, so dass deren Übernahme das Profil erweitert und zusätzliche Besucher anlockt?
2.    An welchem Standort ermöglichen die gute Verkehrsanbindung und die Einbindung in schulische und touristische Netzwerke, die Ausstellung möglichst viele Besucherinnen und Besuchern zu erreichen?
3.    Welche Einrichtung in Schleswig-Holstein ist bereit, Eigenmittel zur Übernahme von Ausstellungsstücken in die Hand zu nehmen?
4.    Lässt sich Hamburg als Partner gewinnen und stehen regionale oder europäische Fördermittel zur Verfügung?
5.    Kann die Fortentwicklung der Ausstellung durch Kooperationen mit universitären Einrichtungen, z.B. der Fachhochschule Lübeck oder dem Heinrich von Thünen Institut in Bergedorf sichergestellt werden?
Die Landesregierung sollte in der Lage sein, auf Grund der in Behörden vorliegenden Kenntnisse diese Fragen zügig zu beantworten. Die Einrichtung in Nieklitz ist nach meiner Einschätzung vor allem aufgrund von Planungsfehlern bei der Standortwahl gescheitert, nicht an den Inhalten. Die Ausstellungsstücke vermitteln Eindrücke darüber, wie die Technik von der Natur lernt. Von kleinsten Strukturen der Lotusblüte haben Entwickler gelernt, wie man Glasscheiben fertigt, die nicht mehr geputzt werden müssen. Autolacke mit den gleichen Eigenschaften sind in der Entwicklung. Das Internet kann die Anschaulichkeit der Nieklitzer Ausstellungsstücke nicht ersetzen. Sie begeistern zugleich für den Naturerhalt, als auch für moderne Technik. Das ist spannend für Schüler und Erwachsene.”

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