Fischerei

Donnerstag, 20. Dezember 2012
HAPPACH-KASAN: Wissenschaftsbasierte Fangquoten schaffen Ausgleich zwischen Bestandsschutz und Wirtschaft

HAPPACH-KASAN: Wissenschaftsbasierte Fangquoten schaffen Ausgleich zwischen Bestandsschutz und Wirtschaft

Berlin, 20.12.2012. Zu der Entscheidung der europäischen Fischereiminister über die Fangquoten für das Jahr 2013 erklärt die Sprecherin für Ernährung und Landwirtschaft der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN:

Die festgelegten Fangquoten sind ein Kompromiss zwischen Bestandsschutz und wirtschaftlichen Interessen. Die Strategie des höchstmöglichen Ertrags hat sich als Erfolg erwiesen. Wir hoffen, dass sich beim Kabeljau/Dorsch, dem wichtigsten Fisch für unsere Fischer in Nord- und Ostsee, der Bestand ebenfalls so sehr erholt, dass auch hier die Quoten in absehbarer Zeit erhöht werden können. Erforderlich ist weiterhin eine bessere und umfangreichere Datenlage. Deswegen setzt sich die FDP-Bundestagsfraktion dafür ein, der Fischerei-Forschung ausreichend Geld zur Verfügung zu stellen. Um ein wirklichkeitsnahes Abbild der Ökosysteme zu haben, ist es unerlässlich, die Forschung in diesem Bereich nicht zu vernachlässigen, sondern zu fördern. Die Regulierung des Fischfangs durch Fischereiquoten ist nur dann ein sinnvolles Instrument, wenn illegaler Fischfang konsequent unterbunden wird und in der Aufsicht Priorität hat. Dies bedeutet aber auch, dass die Ahndung von Ordnungswidrigkeiten in einem angemessenen Rahmen erfolgt. Bei den aktuell durch französische Gerichte geahndeten Unregelmäßigkeiten auf dem deutschen Schiff „Maartje Theodora” scheint diese Verhältnismäßigkeit nicht gewahrt worden zu sein. Die Größe der deutschen Fischereiflotte entspricht dem Umfang der Deutschland zugewiesenen Fischquoten. Dies ist bei weitem nicht in allen Ländern der Europäischen Union der Fall. Es muss ein vorrangiges Ziel der Fischereipolitik sein, dass zum Schutz der Fischbestände die Flotten den zur Verfügung stehenden Fischereiquoten angepasst werden.

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