Landwirtschaft

Freitag, 14. Dezember 2012
HAPPACH-KASAN: Putenhalter haben ihre Hausaufgaben gemacht

HAPPACH-KASAN: Putenhalter haben ihre Hausaufgaben gemacht

Berlin, 14. Dezember 2012. Zur Diskussion im Bundestagsausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz über Forderungen, neue gesetzliche Regelungen in der Putenhaltung einzuführen und strenger zu überwachen, erklärt die agrarpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Christel HAPPACH-KASAN:

Verbesserte Haltungsbedingungen für landwirtschaftliche Nutztiere können nur mit und nicht gegen die Tierhalter erreicht werden. Sie haben die Verantwortung für das Wohlergehen ihrer Tiere. Deswegen hat die christlich-liberale Koalition im neuen Tierschutzgesetz die Pflicht zu Eigenkontrollen verstärkt und als Tierschutzindikatoren ausdrücklich die Mortalität, Klauen- und Fußballgesundheit sowie Schlachthofbefunde benannt. Dort, wo Missstände bestehen, bietet das Tierschutzgesetz den Landesbehörden Möglichkeiten, seine Aufsichtsfunktion wahrzunehmen.

Die Branche hat aus den Fehlern der Vergangenheit im Bereich von Putenzucht und Mastputenhaltung gelernt und wesentliche Verbesserungen vorangebracht. So haben sich die Verbände unter Beteiligung von Tierschützern gerade jetzt auf neue „Bundeseinheitliche Eckwerte” geeinigt. Diese stellen einen fairen Ausgleich zwischen den Interessen der Putenhalter und den Belangen des Tierschutzes dar. Sie enthalten sinnvolle Mindestanforderungen für die Haltung und Zucht von Mastputen und sollen Anfang 2013 in Kraft treten. Die FDP unterstützt die Bemühungen der Branche, sich fortwährend weiterzuentwickeln. Verbraucherinnen und Verbraucher können selbst an verbesserten Haltungsbedingungen für Masttiere mitwirken, wenn sie zu Produkten greifen, die mit einem Tierwohllabel zertifiziert sind.

Kern des überarbeiteten Eckwertekatalogs stellt ein sogenanntes „Gesundheitskontrollprogramm” dar. Zukünftig werden tierbasierte Indikatoren als Grundlage zur Beurteilung des Gesundheitsstatus einer Herde herangezogen. Darüber hinaus werden in der Zucht Anstrengungen unternommen, um frühere Fehlentwicklungen rückgängig zu machen. Puten, die aufgrund enormen Wachstums der Brust nicht stehen können und schwerwiegende Gesundheitsschäden aufweisen, gehören weitestgehend der Vergangenheit an. Heute machen sogenannte „Welfare-Kriterien” in den Zuchtprogrammen bis zu 40 Prozent der Zuchtziele aus: Das sind beispielsweise Kriterien der Bein-, Kreislauf und Fußballengesundheit, der Knochenfestigkeit oder Widerstandsfähigkeit. Dadurch können laufend Verbesserungen im Hinblick auf das Wohlbefinden und die Fitness der Tiere erzielt werden. Neue wissenschaftliche  Erkenntnisse haben also bereits zu einer wesentlichen Verbesserung des Tierwohls beigetragen.

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