Landwirtschaft

Mittwoch, 5. Dezember 2012
Happach-Kasan: Erhalt der Ackerböden ist ein Gebot der Nachhaltigkeit

Happach-Kasan: Erhalt der Ackerböden ist ein Gebot der Nachhaltigkeit

Berlin, 05.12.2012. Zum Internationalen Tag des Bodens, der seit 2002 jährlich am 5. Dezember im Namen der Internationalen Bodenkundlichen Union (IUSS) begangen wird, erklärt die agrar- und ernährungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Christel Happach-Kasan:

Der Schutz der Böden und der Erhalt der Bodenfruchtbarkeit ist eine gewaltige Herausforderung für Politik und Gesellschaft -  bei uns in Deutschland und weltweit. Böden sind die Grundlage für Landwirtschaft und die Hälfte aller Flächen in Deutschland wird landwirtschaftlich genutzt. Allerdings bedrohen Bauprojekte und Versiegelung diese wertvollen Nutzflächen. Das Nachhaltigkeitsziel, den Flächenverbrauch in Deutschland von derzeit 90 auf 30 Hektar pro Tag zu beschränken, liegt immer noch in weiter Ferne. Wir müssen die politischen Instrumente mit aller Kraft darauf ausrichten, dieses Ziel zu erreichen.

Die Herausforderungen des Klimawandels setzen Umwelt wie Landwirtschaft gleichermaßen unter Druck. Wir können es uns nicht leisten, weitere produktive Böden zu verlieren. Die Energiewende ist gesellschaftlich gewollt, führt aber zu einer zusätzlichen Verknappung der Bodenflächen. Ob Windparks im Wald, Freiflächensolaranlagen oder dringend notwendiger Leitungsbau, überall werden Flächen gebraucht. Zusätzlich werden durch Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen weitere landwirtschaftliche Flächen aus der Produktion genommen. Das Bundesumweltministerium wäre gut beraten, den Erhalt dieser Flächen für die Agrarproduktion in den Mittelpunkt der neuen Bundeskompensations-verordnung zu rücken. Die FDP spricht sich für einen größeren Stellenwert des Ersatzgeldes anstelle von Realausgleich aus. Die Gelder können dann für wichtige Maßnahmen zur Verbesserung des Naturschutzes, der Entsiegelung und dem Vertragsnaturschutz eingesetzt werden. So lässt sich der Erhalt von Agrarflächen mit zielgerichtetem Naturschutz perfekt kombinieren. Ergänzend muss das innerörtliche Flächenmanagement auf kommunaler Ebene verbessert werden, um die weitere Zersiedelung der Landschaft einzugrenzen.

Ebenso wichtig wie der Erhalt der Flächen ist es, die Bodenqualität zu erhalten und zu steigern. Nachhaltige Landwirtschaft bedeutet auch, durch optimales Anbaumanagement und zielgenaue Bodenbearbeitung die Ackerflächen zu bewahren. Verantwortungsvolle Landwirte haben das verinnerlicht. Dennoch kommt es in Regionen mit großer Viehdichte zu hohen Stickstoffeinträge in den Boden, die zu Nitratbelastungen des Oberflächen- und Grundwassers führen. Diese müssen reduziert werden, was nur durch eine konsequente Umsetzung der Düngeverordnung unter  Einbeziehung der aufgebrachten Substrate aus Biogasanlagen erfolgen kann.

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