Fischerei

Dienstag, 20. November 2012
Interview mit dem Landesanglerverband Brandenburg


Am vergangenen Sonnabend, den 17. November 2012, tagten in Berlin die Delegierten von DAV und VDSF und stimmten über die geplante Fusion der beiden Verbände ab. Im Rahmen dieser Veranstaltung gab ich dem Landesanglerverband Brandenburg ein kurzes Interview:

LAV Brandenburg: Sehr geehrte Frau Dr. Happach-Kasan, erst einmal recht herzlichen Dank, dass Sie uns für dieses kurze Gespräch zur Verfügung stehen. Was sagen sie zu dem Ausgang der Abstimmung am heutigen Tag?

Happach-Kasan: Ich bedaure den Ausgang der Abstimmung im VDSF zum Verschmelzungsvertrag. Das gewünschte Ergebnis wurde denkbar knapp verfehlt. Doch eines ist ganz deutlich: Eine große Mehrheit der Delegierten von VDSF und DAV will die Vereinigung der organisierten deutschen Anglerschaft. Das ist die Botschaft der beiden heutigen außerordentlichen Hauptversammlungen beider Verbände. Wenn man zudem die hundertprozentige Zustimmung der Delegierten des DAV einbezieht, ist klar, dass die Mehrheit der Angelfischer in Deutschland hinter der Fusion steht. Auch wenn die 75%-Hürde knapp verfehlt wurde, es bestehen gute Aussichten, dieses Projekt doch noch zu einem guten Ende zu führen.

LAV Brandenburg: Frau Dr. Happach-Kasan, Sie sagen es selbst, das Ergebnis war denkbar knapp, wie groß ist dennoch Ihre Enttäuschung?

Happach-Kasan: Sehen Sie, es ist so, wir alle waren ja bereits durch die Abstimmung im Verbandsausschuss des VDSF am Vortag vorgewarnt. Dort gab es zwar eine Mehrheit für die Fusion, aber nur von 56% der Delegierten. Der knappe Ausgang am heutigen Tag zeigt, dass weitere Delegierte sich davon überzeugen ließen, dass eine Fusion sinnvoll ist. Dieses Ergebnis lässt noch alle Möglichkeiten offen. Es gibt also Grund zu Optimismus. Ich bin sehr froh darüber, dass mein Kollege aus dem Agrarausschuss des Deutschen Bundestages, der Präsident des Deutschen Fischerei-Verbandes Holger Ortel, die Probleme angesprochen und die enormen Chancen, die sich aus dieser Fusion ergeben, heute offen herausgestellt hat. Auf Grund seiner Erfahrung in der Verbandsarbeit, in der Zusammenarbeit mit der Politik hat seine Stellungnahme eine besondere Bedeutung. Die verschiedenen Landesverbände sollten die Zeit sinnvoll nutzen, weiterhin miteinander sprechen und nach Lösungen im Sinne der deutschen Anglerschaft suchen. Die bisherigen Skeptiker müssen mitgenommen, sie dürfen nicht ausgegrenzt werden. Die Herausforderungen für die Angelfischer sind groß. Es wird ein neues EEG geben. Es gibt in der Energiewirtschaft den Wunsch, die Nutzung der Wasserkraft zu verstärken. Die Angelfischer müssen diesem Wunsch mit Argumenten  gemeinsam begegnen. Dafür bringt eine Fusion ungemein große Vorteile.  Es gilt, mit Argumenten für das Projekt zu werben und die Delegierten vom Sinn einer Verschmelzung der beiden Verbände zu überzeugen. So funktioniert Demokratie. Ich kann Ihnen als Bundestagsabgeordnete versichern, dass diese Überzeugungsarbeit zu leisten nicht immer leicht ist, es sich aber lohnt, für eine gute Sache zu ringen. Die Verwirklichung des Deutschen Angelfischer-Verbandes als Interessenvertretung für alle organisierten Angelfischer in Deutschland ist eine solche gute Sache. Die Fragen stellte Marcel Weichenhan.

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