Landwirtschaft

Freitag, 16. November 2012
Happach-Kasan: Deutschland BSE-frei – nur noch risikoorientierte Schlachttests durchführen



Anlässlich von Fachgesprächen mit japanischen Abgeordneten und Wirtschaftsvertretern auf der Japan-Reise von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner in dieser Woche, erklärt die agrar- und ernährungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Christel HAPPACH-KASAN:

Bundesministerin Aigner hat bei politischen Gesprächen in Japan darauf hingewiesen, dass Deutschland heute BSE-frei ist. Sie bestätigt damit die Auffassung der FDP. Entsprechend dem EFSA-Gutachten kann künftig ohne Einbußen bei der Sicherheit auf die Testung gesund geschlachteter Rinder verzichtet werden. Deutschland ist seit 2009 ohne positiven BSE-Befund und alle jemals in Deutschland befallenen Tiere waren vor dem Jahr 2002 geboren. Es genügt zur Aufrechterhaltung des hohen Sicherheitsniveaus, weiterhin die gefallenen Rinder auf BSE zu testen, anstatt alle geschlachteten Tiere unter einen kostspieligen Generalverdacht zu stellen.

Leider sind in vielen Ländern aufgrund der BSE-Fälle in der Vergangenheit noch Importbeschränkungen in Kraft. Auch für einen freien Zugang zum japanischen Markt ist eine bestätigte BSE-Freiheit Grundvoraussetzung. Japan als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt ist ein Importland für Lebensmittel und muss etwa 60 Prozent seines Bedarfes aus dem Ausland einführen. Für deutsche Rinderhalter und Lebensmittelproduzenten bietet der japanische Markt große Chancen. Unsere Nachbarländer Frankreich und die Niederlande haben den Schritt dorthin bereits unternommen. Deutsche Erzeugnisse sind hochwertige Qualitätsprodukte und genießen einen hervorragenden Ruf, den wir für größere Exportmöglichkeiten nutzen sollten.

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