Landwirtschaft

Freitag, 26. Oktober 2012
HAPPACH-KASAN: Aus der EFSA-Studie zum BSE-Monitoring die richtigen Schlüsse ziehen

HAPPACH-KASAN: Aus der EFSA-Studie zum BSE-Monitoring die richtigen Schlüsse ziehen

Berlin, 26.10.2012: Zu den Schlussfolgerungen der EFSA-Analyse über die derzeitigen BSE-Monitoring-Bestimmungen für Schlachtrinder innerhalb der Europäischen Union und deren weitere Ausgestaltung unter Beibehaltung des hohen Sicherheitsniveaus, erklärt die agrarpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion  Christel Happach-Kasan:

BSE-Kontrollen bei gefallenen Rindern sind wichtig, um die Sicherheit von Lebensmitteln aus Rindern und den Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher zu gewährleisten. Die EFSA-Studie macht jedoch deutlich, dass die derzeitigen Testvorschriften deutlich überdimensioniert sind. Die Bekämpfung von BSE ist eine Erfolgsgeschichte. Deshalb konnte in den letzten Jahren die Zahl der BSE-Tests kontinuierlich abgesenkt werden, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen. Die Studie der EFSA zeigt auf, dass in acht Mitgliedsstaaten, darunter Deutschland, Schlachttests bei gesunden Tieren nicht notwendig sind, um eine hinreichende Sicherheit zu gewährleisten. Die FDP unterstützt deshalb die Vorschläge von EFSA und Fleischwirtschaft, zukünftig nur noch Risikotiere zu untersuchen. Die Kommission hat den BSE-freien Mitgliedsstaaten diese Option im letzten Jahr eingeräumt.

Diese Maßnahme verringert bei gleichbleibendem Sicherheitsniveau die Bürokratie und senkt die Kosten für die Wirtschaft und letztlich den Verbraucher. Statt Geld für unnötige BSE-Tests zu vergeuden, sollte lieber mehr in die Verbraucheraufklärung über mikrobiologische Lebensmittelinfektionen investiert werden. Die Erfahrungen mit der EHEC-Epidemie letzten Sommer und den Durchfallerkrankungen durch Schul- und Kitaverpflegung im letzten Monat zeigen deutlich, dass die Gefahren für Verbraucher woanders lauern. Dies wäre in der Tat angewandter Verbraucherschutz.

In den vergangenen Jahren wurde in Deutschland bei keinem einzigen Rind BSE (Bovine spongiforme Enzephalopathie) nachgewiesen. Der letzte BSE-Fall wurde im Jahr 2009 festgestellt und auch europaweit ist die Zahl der positiven BSE-Test stark rückläufig. Alle BSE-positiven Tiere in Deutschland waren vor dem Jahr 2002 geboren. Dennoch müssen in Deutschland derzeit alle geschlachteten Tiere, die älter als sechs Jahre sind, auf BSE-getestet werden. So wurden im letzten Jahr knapp eine Million BSE-Test durchgeführt, im Jahr 2010 sogar etwas über eine Million Tests. Dadurch entstanden Kosten von knapp neun Millionen Euro jährlich.



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