Fischerei

Freitag, 31. August 2012
Happach-Kasan: Deutsche Fischer sind auf dem richtigen Kurs

Happach-Kasan: Deutsche Fischer sind auf dem richtigen Kurs Berlin, 31. August 2012. Zum Abschluss des Deutschen Fischereitages 2012 in Papenburg und der vorgestellten Resolution zur Zukunft einer nachhaltigen Fischerei erklärt die fischereipolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Christel Happach-Kasan:

Die deutsche Fischerei musste in den letzten Jahren große Herausforderungen bewältigen. Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass sich die Anstrengungen gelohnt haben. Viele Fischbestände haben sich nach den drastischen Fangbeschränkungen wieder erholt und die deutschen Fischer werden mit höheren Fangquoten belohnt. Aktuelle wissenschaftliche Daten zeigen, dass sich die Zahl der nachhaltig befischten Bestände, insbesondere in Nord- und Ostsee, in den letzten Jahren wesentlich erhöht hat.

Im Zuge der Reform der europäischen Fischereipolitik (GFP) müssen die erzielten Erfolge und Anstrengungen der deutschen Fischerei fortgeführt und ausgebaut werden. Die FDP setzt auf eine praktikable und zielgerichtete Umsetzung der Beschlüsse der europäischen Fischereiminister. Insbesondere die großen Fischereinationen haben noch großen Nachholbedarf, etwa beim Abbau der Überkapazitäten oder der Fischereikontrolle. Es müssen mehrjährige Bewirtschaftungspläne für alle Bestände aufgestellt werden, wo möglich als Mehrartenpläne. Unser Ziel ist eine nachhaltige Fischerei, welche die natürlichen Ressourcen besser schützt, den europäischen Fischern ein Auskommen sichert und die bestehenden Missstände auf europäischer Ebene konsequent und zielgerichtet beseitigt. Die Einhaltung der grundlegenden Fischereivorschriften muss auf europäischer Ebene dringend verbessert werden, ohne den Datenschutz und die Persönlichkeitsrechte der Fischer zu verletzen. Angesichts des hohen Alters unserer Fischereifahrzeuge muss der Neubau weiterhin möglich sein.

Die FDP setzt sich insbesondere dafür ein, die Forschung und Innovation ins Zentrum der Fischereipolitik zu stellen. Notwendig sind innovative und langfristige Managementmaßnahmen, verbesserte Fangmethoden und eine ständige Verbesserung der wissenschaftlichen Datengrundlage. Ein Schwerpunkt muss auf dem Ausbau und der Weiterentwicklung der Aquakultur liegen, um den hohen Nutzungsdruck auf die Fischbestände zu verringern. Hier liegen immer noch viele Möglichkeiten brach.

Auch im Bereich der Binnenfischerei, der Teichwirtschaft und der Angelfischerei stehen wir noch vor großen Aufgaben. Der Bundestagsbeschluss für ein wissenschaftlich fundiertes, nationales und europaweites Kormoranmanagement wird durch das Bundesumweltministerium immer noch blockiert. Ebenso wenig wurde bisher das drängende Problem mit den zahlreichen kleinen EEG-geförderten Wasserkraftanlagen angegangen. Täglich werden Tausende Fische in den Anlagen, die für die Energieversorgung nur minimale Bedeutung haben, getötet oder schwer verletzt. Hier müssen wir dringend Maßnahmen ergreifen, um bedrohten Fischarten eine Zukunftschance zu geben.

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