Schleswig-Holstein

Donnerstag, 23. August 2012
Frühförderung ist wichtig – auch für Menschen mit Behinderung

„Praxis für die Politik” ist eine jährlich stattfindende Aktion des Bundesverbandes der Dienstleistungswirtschaft (BDWi), in deren Rahmen die FDP-Bundestagsabgeordnete Dr. Christel Happach-Kasan in diesem Jahr ein Mini-Praktikum bei der Pädagogischen Frühförderung „Hand in Hand” in Ahrensburg absolvierte. „Ich bin beeindruckt, wie Familien mit behinderten Kindern ihren schweren Alltag meistern, und mit welchem Engagement und Einfühlungsvermögen die Mitarbeiter in der Frühförderung zu Werke gehen”.
Neben die Hilfe für Betroffene in spezialisierten Einrichtungen ist in den letzten Jahren verstärkt die Integrationsarbeit getreten. Mit dem Begriff Inklusion hat sich seit Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention die Sichtweise auf Behinderung gewandelt: Sie ist nun stärker darauf gerichtet, dass alle Menschen, mit und ohne Behinderung, gleiche Rechte und Pflichten haben und selbstbestimmt entscheiden, wie sie leben wollen. „Integration in die Gesellschaft wo möglich, spezialisierte Einrichtungen wo nötig”, fasst Happach-Kasan zusammen.
„Mobile Frühförderung ist die pädagogische Förderung behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder im Vorschulalter” erläutert Frau Kathrin Mathibe, Inhaberin von „Hand in Hand” und Mitglied im Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa). Die Fördermaßnahmen folgen dabei den Prinzipien Stärkung vorhandener kindlicher Entwicklungsmöglichkeiten (Prävention), Ausrichtung auf Kind und Umwelt (Ganzheitlichkeit und Einbeziehung in die Gemeinschaft (Inklusion). Je früher dabei Behinderungen erkannt werden, umso eher kann gezielte Förderung einsetzen und wirken.
Die systematische Förderung der betroffenen Kinder ist aber nur ein Teil der Arbeit der Frühförderdienste. Ebenso wichtig ist Leitung und Mitarbeitern die Einbeziehung des Umfeldes, besonders natürlich der Eltern. Denn diese benötigen Beratung und Unterstützung zur Entwicklung von Fähigkeiten die es ihnen ermöglichen, ihre schwierige Situation zu bewältigen.
Im Rahmen der Initiative des Bundesverbandes der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) bekommen seit mehreren Jahren immer wieder Mitglieder des Bundestages die Möglichkeit, den Praxisalltag verschiedener Dienstleistungsberufe kennen zu lernen und diese Eindrücke in die politische Arbeit mit zu nehmen. Happach-Kasan bei "Hand in Hand". Von links: Frau Schimming-Langner, Frau Dr. Happach-Kasan, Frau Mathibe

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