Fischerei

Dienstag, 21. August 2012
HAPPACH-KASAN: Deutsche Meerespolitik für Nord- und Ostsee kann bereits große Erfolge verzeichnen

Anlässlich der Ergebnisse einer Studie von Benjamin Halpern (University of California), die erstmals einen globalen Index zum Vergleich der Meeresqualität entwickelt hat, kommentiert die fischereipolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan:
Diese neue Studie bietet einen  sehr interessanten Ansatz, da hier erstmals ein multifaktorieller Vergleich der Küstengewässer auf globaler Ebene ermöglicht wird. Die außerordentlich gute Bewertung für Deutschlands 200-Seemeilen-Zone ist eine Bestätigung unserer Meerespolitik für Nord- und Ostsee. Besonders die Tatsache, dass Deutschland in den Bereichen Küstenschutz und CO2-Speicherung  jeweils die Höchstpunktzahl erreicht hat, zeigt, dass unser bisheriger Kurs richtig ist. Auch das Gesamtergebnis der Studie macht dies deutlich: mit 73 von 100 möglichen Punkten kommt Deutschland hier auf Platz 3 – lediglich zwei unbewohnte Inseln haben besser abgeschnitten.
Der weit verbreiteten Meinung, Industriestaaten würden der Meeresgesundheit generell immensen Schaden zufügen, wird mit den hier gewonnenen Forschungserkenntnissen ebenfalls eine Absage erteilt. Die Forscher der University of California konnten sogar belegen, dass entwickelte Staaten durchweg bessere Gesamtergebnisse erzielen, da sie ihre Küsten nachhaltig nutzen und außerdem effektiv schützen. Deutschland führt die Rangliste der Industrienationen an, dicht gefolgt von Dänemark und den Niederlanden.
Auch im Bereich Biodiversität, beziehungsweise Artenvielfalt und Habitate konnten wir ein hervorragendes Ergebnis verzeichnen. Diesen Erfolg wollen wir weiter ausbauen und vor allem den Schutz der Fischbestände und ihre nachhaltige Nutzung weiter vorantreiben. Die Ende letzten Jahres vom Bundestagsausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz verabschiedete Novelle des Seefischerei- und Seeaufgabengesetzes hat dazu bereits einen wichtigen Beitrag geleistet. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass sich die Bestände von Dorsch, Hering und Scholle erholen. Durch eine wissenschaftlich fundierte Festlegung der Fanquoten müssen wir sicherstellen, dass sich auch die Population von weniger bedeutenden Fischarten weiter stabilisieren kann. Trotz der guten Ergebnisse bleibt noch viel zu tun: Insbesondere die Verschmutzung der Meere muss bekämpft werden. Der Tod von Tieren, die durch die Aufnahme von Plastikmüll verenden, ist nicht hinnehmbar.  
 

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