Landwirtschaft

Mittwoch, 4. Juli 2012
HAPPACH-KASAN/ERDEL: Landwirte im Kampf gegen Schadorganismen nicht entwaffnen


Derzeit wird im Bundeslandwirtschaftsministerium der Nationale Aktionsplan Pflanzenschutz erstellt. Die landwirtschaftliche Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Christel Happach-Kasan, und der Agrarexperte Rainer Erdel fordern einen sachgerechten Umgang mit Pflanzenschutzmitteln ein:

Der Nationale Aktionsplan Pflanzenschutz muss dem erheblichen volkswirtschaftlichen Nutzen eines verantwortungsvollen Pflanzenschutzes Rechnung tragen und darf nicht nur die Risiken der Pflanzenschutzmittel berücksichtigen. Laut einer Studie von Wissenschaftlern der Berliner Humboldt-Universität belaufen sich die Wohlstandsgewinne durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf etwa vier Milliarden Euro pro Jahr. Angesichts der steigenden Weltbevölkerung ist ein effizienter Einsatz der Ressource Boden unbedingt geboten. Der Ertrag etwa bei Weizen liegt ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln etwa um die Hälfte niedriger. Dies zeigt angesichts zunehmender Flächenkonkurrenz in Deutschland die Notwendigkeit des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln. Außerdem muss der Aktionsplan Maßnahmen zum Bodenschutz berücksichtigen, insbesondere die Minderung des Einsatzes des Schwermetalls Kupfer in der Bekämpfung von Pilzerkrankungen im konventionellen wie im ökologischen Pflanzenbau.

In den letzten Jahren wurde eine Vielzahl wichtiger Pflanzenschutzmittel verboten. Dies betraf insbesondere sogenannte Breitbandmittel. Dies führte dazu, dass die Landwirte zunehmend selbst mischen müssen, bzw. mehrmals unterschiedliche Pflanzenschutzmittel ausbringen müssen, um den notwendigen Effekt zu erzielen. Für die Vermeidung von Resistenzbildungen bei Schadorganismen ist es jedoch unverzichtbar, dass eine ausreichend große Auswahl von verschiedenen Pflanzenschutzmitteln zugelassen und in der Praxis einsetzbar bleibt. Ausbildung und technische Ausstattung der deutschen Landwirte sind in Deutschland vorbildlich. Es ist daher gerechtfertigt, unseren Landwirten Vertrauen entgegenzubringen, wenn es um den sparsamen und fachgerechten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln geht.

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