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Mittwoch, 27. Juni 2012
HAPPACH-KASAN: Revierjagd muss erhalten bleiben


Berlin, 27.06.2012. Anlässlich des Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zum deutschen Reviersystem erklärt die agrar- und ernährungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan:

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat entschieden, dass die gesetzliche Zwangsmitgliedschaft für Grundstückseigentümer in der Jagdgenossenschaft das Grundrecht auf Schutz des Eigentums verletzt. Die Notwendigkeit der grundstücksübergreifenden Jagd wurde vom EGMR anerkannt. Sie muss bei der Berücksichtigung der Rechte der Eigentümer einen praktikablen rechtlichen Rahmen erhalten.

Die FDP-Bundestagsfraktion wird gemeinsam mit dem BMELV, den Landesministerien und den betroffenen Verbänden das Urteil und seine Begründung analysieren und Lösungsvorschläge vorlegen.

Eine flächendeckende Bejagung ist erforderlich, damit die Wildbestände nicht unkontrolliert ansteigen. Beutegreifer, die in früheren Jahrhunderten die Wildbestände kontrolliert haben, können nicht flächendeckend angesiedelt werden. Zu hohe Wildbestände bedeuten höhere Wildschäden auf den Feldern, gefährden die Naturverjüngung in den Wäldern und bedrohen gefährdete Arten. Gleichzeitig steigen die Gefahren der Ausbreitung von Tierseuchen und die Zahl der Verkehrsunfälle. Das bisherige Reviersystem hat sich bewährt und wird vom EGMR nicht infrage gestellt.

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