Grüne Gentechnik | Landwirtschaft

Mittwoch, 20. Juni 2012
HAPPACH-KASAN: Forschung und Entwicklung sind die Grundpfeiler der modernen Landwirtschaft


Die agrarpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Christel Happach-Kasan, hat sich am Eröffnungstag der DLG-Feldtage 2012 vor Ort in Bernburg (Sachsen-Anhalt) über die Leistungsfähigkeit der modernen Landwirtschaft informiert. Die Feldtage sind eine Leistungsschau der deutschen Landwirtschaft mit den vor- und nachgelagerten Branchen und ihren vielen internationalen Partner, die anschaulich demonstrieren, wie innovativ und leistungsfähig die gesamte Branche ist. „Um die großen Herausforderungen der Zukunft bewältigen zu können, sind wir auf technologischen Fortschritt und die Anwendung neuer Forschungserkenntnisse angewiesen. Die Feldtage zeigen vielfältige Beispiele dafür, welche Leistungen eine moderne, effiziente und nachhaltige Landwirtschaft für die Gesellschaft erbringt”, zeigte sich Frau Happach-Kasan beeindruckt: „Es ist Aufgabe der gesamten Branche wie auch der verantwortlichen Politik, die Verbraucherinnen und Verbraucher über diese Leistungen zu informieren.”
Bei dem Rundgang stand unter anderem die Pflanzenzüchtung am Beispiel der Weizensortenversuche als Grundlage der Landwirtschaft im Blickpunkt. Weizen ist unser wichtigstes Brotgetreide. Neue Sorten der vorrangig mittelständischen Pflanzenzuchtunternehmen wie der Rapool-Ring GmbH sowie der KWS Saat AG (Kleinwanzlebener Saatzucht) steigern die Erträge unserer Nutzpflanzen, weisen eine verbesserte Resistenz gegenüber Schadorganismen auf und sind auf neue Ansprüche ausgerichtet, wie beispielsweise die Produktion von Biomasse für die energetische Verwertung. Um im internationalen Wettbewerb weiterhin bestehen zu können, sind die Unternehmen auf praktikable und rechtssichere Rahmenbedingungen angewiesen. Dazu gehört eine praktikable Regelung, die Entrichtung der Nachbaugebühren durchzusetzen. Auch für Pflanzenzüchter gilt, Leistung muss sich lohnen. Im GVO-Themenzentrum wurde die Nulltoleranz-Problematik angesprochen. Die FDP-Politikerin sprach sich für die Einführung eines technischen Schwellenwertes für Lebensmittel und Saatgut für in der EU geprüfte und als sicher bewertete aber noch nicht formal zugelassene GVO aus. Die deutlich verlangsamte Zulassungspraxis der EU gegenüber GVO darf nicht zu höheren Kosten für die Verbraucherinnen und Verbraucher führen. Im Themenzentrum GVO wurden aktuelle GVO-Pflanzen wie z. B. trockenresistente Soja gezeigt und über aktuelle Forschungen, ihre Chancen und Risiken informiert.
Für die Energiewende hat die energetische Nutzung von Biomasse eine besondere Bedeutung, denn Bioenergie kann dann zur Verfügung gestellt werden, wenn sie gebraucht wird. Am Stand der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe wurde ausführlich über Alternativen zum Energiemaisanbau diskutiert: Die Durchwachsene Silphie, ein Korbblütler wie die Sonnenblume, ist eine sehr interessante Alternative, weil sie mehrjährig ist und mit weniger Niederschlag als der Mais auskommt. Kurzumtriebsplantagen haben große ökologische Vorteile, doch die Anlage verursacht hohe Kosten und erst nach drei Jahren kann der erste Einschlag erfolgen. Es ist zu überlegen, so Happach-Kasan, wie eine verbesserte Gestaltung der Markteinführung gegeben werden kann. Wildpflanzenmischungen, wie sie insbesondere in Bayern entwickelt wurden, sind bisher nicht konkurrenzfähig.
Abschließend informierte sich die agrarpolitische Sprecherin am Stand des Julius-Kühn-Institutes (JKI) über besorgniserregende Resistenzentwicklungen bei Schadorganismen, die mittelfristig zu erheblichen Ernteausfällen führen können. Deshalb sind die Entwicklung neuer Pflanzenschutzmittel und deren Einsatz von besonderer Bedeutung. Deshalb fordert die FDP die zügige Bearbeitung der Zulassungsanträge für neue Pflanzenschutzmittel durch die zuständigen Behörden. Frau Dr. Ruge-Wehling stellte das Forschungsprogramm der Weiterzüchtung der Süßlupine als wichtiger einheimischer Eiweißfutterpflanze und deren Chancen und Risiken dar. Es ist bedauerlich, dass nicht alle in der DDR erzielten Forschungsergebnisse erhalten sind.

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