Fischerei

Montag, 23. April 2012
Kampagne gegen Rückwürfe - Happach-Kasan kocht mit Tim Mälzer

Der Rockstar unter Deutschlands TV-Köchen kochte mit Politpromis vor dem Bundestag um auf seine Aufklärungskampagne ”Tims Fish Fight” aufmerksam zu machen. Die Kampagne rückt das Problem der Rückwürfe in den Fokus der Verbraucherinnen und Verbraucher.
Die fischereipolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Christel Happach-Kasan  sprach dabei zum Thema Rückwürfe nicht gewünschter Beifänge.
Begleitend gab Frau Dr. Happach-Kasan folgende Pressemitteilung heraus:

HAPPACH-KASAN: FDP für fischereispezifische Rückwurfverbote
Zu den Diskussionen über zukünftige Rückwurfverbote in der Seefischerei und dem heutigen Start der Aufklärungskampagne ”Tims Fish Fight” vor dem Bundestag mit TV-Koch Tim Mälzer erklärt die fischereipolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Christel Happach-Kasan:

Die derzeitigen Regelungen über Rückwürfe nicht gewünschter Beifänge müssen effizienter gestaltet werden. Die FDP unterstützt grundsätzlich die Pläne der EU-Kommission und der Bundesregierung, den Rückwurf von Fischen, die keine Überlebenschance haben, zu stoppen. Der derzeit von EU-Kommissarin Maria Damanaki vorgesehene artenspezifische Ansatz ist jedoch nicht ideal. Wir brauchen stattdessen einen fischereispezifischen Ansatz. Gerade in der handwerklichen Fischerei haben zurückgeworfene Fische eine hohe Überlebensrate. Daher sollte diese Fischerei vom Rückwurfverbot ausgenommen werden.

Wir setzen uns dafür ein, Forschung und Entwicklung im Bereich der Fischerei auszubauen. Innovative und selektivere Fangmethoden können zukünftig helfen, die Menge des unerwünschten Beifanges weiter zu reduzieren. Dies muss ein zentraler Punkt der europäischen Fischereipolitik werden. Gleichzeitig muss die Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) eine möglichst hochwertige Nutzung der angelandeten Beifänge ermöglichen, ohne Anreize für verstärkten Beifang zu setzen. Die wertvolle Ressource Fisch darf nicht nur als Fischmehl enden. Denkbar wäre eine begrenzte Umwidmungsmöglichkeit der Fangquoten, um eine effektive Ausnutzung aller Quoten zu gewährleisten.

Wir begrüßen die europäische Kampagne „Tims Fish Fight” von Tim Mälzer und anderen. Die Kampagne rückt das Problem der Rückwürfe in den Fokus der Verbraucherinnen und Verbraucher. Die Politik ist sich des Problems bewusst und hat das Thema bereits auf die Agenda gesetzt. So hat sich am 19. März 2012 eine große Mehrheit der europäischen Fischereiminister für ein Anlandegebot ausgesprochen. Aber wir als FDP wollen das Thema differenziert angehen und für die handwerkliche Fischerei, deren Rückwürfe eine reelle Überlebenschance haben, diese Möglichkeit erhalten.

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