Ernährung | Landwirtschaft

Freitag, 20. April 2012
HAPPACH-KASAN: Ursache für Dioxinbelastung der Eier schnellstmöglich ermitteln

Zu den Funden von Dioxin in den Eiern eines Bio-Betriebs in Nordrhein-Westfalen und von Betrieben in Niedersachsen erklärt die agrarpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Christel Happach-Kasan:

Die Suche nach den Ursachen für das Auftreten von Dioxin in Eiern in Nordrhein-Westfalen und in Niedersachsen muss mit Hochdruck fortgeführt werden. Nur wenn die Quellen des Dioxineintrages ermittelt werden, können diese für die Zukunft abgestellt werden. Dabei sind vor allem die Risikobetriebe in der Pflicht, möglichen Belastungen von Futter, Wasser und Boden nachzugehen. Bei Biobetrieben sind auch die Zertifizierer gefordert. Der Kunde erwartet bei Eiern aus zertifizierten Betrieben eine höhere Qualität. Er ist getäuscht worden.  

In Nordrhein-Westfalen waren nach den Futter- und Wasserproben jetzt auch die Bodenproben negativ. Das deutet daraufhin, dass eine einzelne belastete Futtercharge die Ursache der Dioxinbelastung der Eier war. Der Landwirt des Biobetriebs hat keinerlei Kooperationsbereitschaft gezeigt. Die Behörden in NRW sind gefordert, die zur Verfügung stehenden gesetzlichen Möglichkeiten zu nutzen, um den Vorfall aufzuklären. Auch in Niedersachsen müssen die Ursachen ermittelt werden.

Die gefundene Dioxinbelastung der Eier gefährdet die Gesundheit nicht. Aber Dioxine reichern sich im Körper an. Deswegen gibt es eine Strategie, die Dioxinbelastung insbesondere in der Nahrung zu mindern. Es ist in den letzten 20 Jahren gelungen, die Dioxinbelastung auf ein Drittel zu senken. Es ist Ausdruck für ein schlechtes Management, für mangelnde Sorgfalt, wenn immer wieder belastete Eier gefunden werden. Es darf nicht sein, dass weiterhin nahezu täglich dioxinbelastete Eier im Handel auftauchen. Die Labore sind gefordert, Dioxinbelastungen zeitnah zu melden. Offensichtlich funktioniert dies noch nicht. Das muss überprüft werden. Dies ist Voraussetzung, damit belastete Eier zügig aus dem Handel genommen werden können. Es ist für den Verbraucher unzumutbar, wenn er die Nummern bereits gekaufter Ware selbst überprüfen und die Eier in den Handel zurückbringen muss.  

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