Landwirtschaft

Mittwoch, 4. April 2012
Happach-Kasan: Erneute Dioxinfunde in Eiern kein Grund zur Besorgnis

 
Zu den aktuellen Funden von Dioxin in den Eiern eines Bio-Betriebs in Nordrhein-Westfalen erklärt die agrarpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Christel Happach-Kasan:

Dioxine haben in Eiern nichts zu suchen. Aber ein Grund zur Besorgnis ist der Dioxinfund in Bioeiern nicht. Zwei Quellen für die Dioxinbelastung müssen überprüft werden: der Boden und das Futter. Schon in der Vergangenheit hat es immer wieder Berichte über Dioxinfunde in Eiern von freilaufenden Hühnern gegeben. Ursache waren zumeist Schadstoffeinträge, die über die Luft erfolgt waren. Vor zwei Jahren wurden mehrere Biobetriebe gesperrt, weil sie mit Dioxinen belasteten Mais aus der Ukraine verfüttert hatten. Vor der Verfütterung hatte es keinerlei Kontrolle des Maises gegeben, für die Betriebe ein Versäumnis, das sie teuer bezahlt haben.

So ärgerlich der Fund von Dioxin in Lebensmitteln ist, gesundheitliche Risiken entstehen dadurch nicht. Es ist in den letzten zwanzig Jahren gelungen, die Dioxinbelastung unserer Nahrung auf ein Drittel zu senken. Doch was für die Bio-Eier in NRW gilt, galt auch für die mit Dioxin belasteten Lebensmittel Anfang letzten Jahres. Damals hatte das kriminelle Handeln eines Betriebes zur Verunreinigung von Tierfutter mit Dioxinen geführt. In der Folge traten erhöhte Dioxinwerte bei Fleisch und Eiern auf.

Wir sollten aus der EHEC-Krise im letzten Jahr gelernt haben: Wirkliche Gefahren für die Verbraucherinnen und Verbraucher verursachen Kontaminationen mit Keimen. Hygiene entlang der gesamten Wertschöpfungskette wie auch bei uns in der eigenen Küche helfen, Erkrankungen zu vermeiden.

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