Landwirtschaft | Schleswig-Holstein

Donnerstag, 15. März 2012
HAPPACH-KASAN: Rainer Brüderle besucht Vorzeige-Bauernhof in Schleswig-Holstein

Zum Besuch des Vorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion Rainer Brüderle auf dem Milchviehbetrieb Olaf Holling in Puls in Schleswig-Holstein erklärt die agrarpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion und schleswig-holsteinische Bundestagsabgeordnete, Christel HAPPACH-KASAN:

Die FDP verfolgt das Leitbild einer modernen, unternehmerischen Landwirtschaft, die ihr Einkommen vorwiegend am Markt erwirtschaftet. Dafür brauchen die Betriebe faire Wettbewerbsbedingungen, die Eins-zu-Eins Umsetzung von Brüsseler Beschlüssen und die Landwirte eine gute Ausbildung. Rainer Brüderle, Fraktionsvorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion; besuchte gemeinsam mit der agrarpolitischen Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Christel Happach-Kasan, Oliver Kumbartzky (MdL) und dem Direktkandidaten Stefan Goronczy den Milchviehbetrieb der Familie Olaf Holling. Die FDP-Politiker waren von der Leistungsfähigkeit und der unternehmerischen Ausrichtung des Betriebes beeindruckt. „Landwirtschaftliche Betriebe sind klassische mittelständische Betriebe”, so Brüderle, „sie sind das Rückgrat unserer Wirtschaft.” Der Milchviehbetrieb Holling zeigt, dass sich gute Betriebe auch durch Diversifizierung am Markt mit qualitativ hochwertigen Produkten behaupten können.
In Schleswig-Holstein sind die Land- und Ernährungswirtschaft gemeinsam der wichtigste Wirtschaftsbereich. Betriebe mit Rinderhaltung erwirtschaften in hier fast die Hälfte der landwirtschaftlichen Wertschöpfung. Betriebe mit gutem Management sind in den letzten Jahren gewachsen. Moderne Landwirte setzen auf Effizienz und Wachstum, um auf Kostensteigerungen, EU-Bürokratie, Flächenknappheit und Flächenkonkurrenz zu reagieren. Zukunftsfähige Betriebe bauen sich zudem zusätzliche Standbeine auf und nutzen beispielsweise die Chancen im Bereich der erneuerbaren Energien. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz bietet dafür eine gute Grundlage. Es ist eine Herausforderung für die Politik, die Einspeisevergütung so zu gestalten, dass die Landwirte, die ihr Einkommen am Markt erwirtschaften, eine faire Chance gegenüber den Landwirten erhalten, die ihr Einkommen durch die politisch festgesetzte Einspeisevergütung erwirtschaften. Außerdem gilt es, den Interessenausgleich zu organisieren zwischen Betrieben, die in die Erneuerbaren Energien investieren, und den Stromkunden, die über die EEG-Umlage die erhöhten Strompreise finanzieren. Der Betrieb Holling hat sowohl in eine effiziente Biogasanlage mit Wärmenutzung in Kooperation mit einem Nachbarbetrieb als auch in Photovoltaik investiert.
Das günstige Klima, die hohen Ertragspotentiale sowie eine gute Futtereffizienz in der Tierhaltung bieten gute Voraussetzungen für die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein. Christel Happach-Kasan und Rainer Brüderle machten deutlich, dass die Gesellschaft die Leistungen der modernen Landwirtschaft anerkennen müsse. Wichtig sei, dass die Gesellschaft sich offen gegenüber neuen Technologien zeige, und ihr ein realistisches Bild der heutigen Landwirtschaft vermittelt werde. Beide sagten zu, die FDP werde sich auch weiterhin mit aller Kraft für faire Wettbewerbsbedingungen für die Landwirte am europäischen und globalen Markt einsetzen. Wichtig sei, die Regeln der europäischen Agrarpolitik zu entbürokratisieren, keine ideologisch-motivierten Beschränkungen aufzubauen. Egal ob moderne, konventionelle Landwirtschaft oder Ökolandbau, sie muss standortangepasst und effizient betrieben werden. Die Betriebsergebnisse in Schleswig-Holstein zeigen, das letztendlich das Können des Landwirts für den Betriebserfolg entscheidend ist.

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