NaWaRo / Wald

Mittwoch, 21. März 2012
Happach-Kasan: Wälder verantwortungsvoll nutzen

Zum heutigen internationalen Tag des Waldes erklärt die forstpolitische Expertin der FDP-Bundestagfraktion, Christel HAPPACH-KASAN:

Das Ziel, weltweit natürliche Urwälder zu erhalten, ökologisch wertvolle Flächen zu schützen und die Artenvielfalt zu stärken, ist von hoher Bedeutung und Konsens deutscher Politik. Der Schutz der Wälder fängt vor der eigenen Haustür an. Denn nicht nur in den Tropen ist Wald die natürliche Vegetation, auch Mitteleuropa wäre ohne den Menschen von dichten Wäldern bedeckt. Die Daten der letzten Bundeswaldinventur zeigen, dass wir dabei auf einem sehr guten Weg sind. Die Waldfläche wurde gesteigert, der Waldumbau zu Laubmischwäldern geht voran. Zweidrittel unserer Wälder haben einen Schutzstatus. Erstmalig wurde ein Wald, der pfälzische Meulenwald, durch den Bund Deutscher Forstleute als Waldgebiet des Jahres ausgezeichnet. Dadurch wird die Bedeutung unserer Wälder als naturnahe Biotope und Produktionsstandort des wichtigsten nachwachsenden Rohstoffes Holz hervorgehoben. Auch in vielen anderen europäischen Staaten wächst der Wald, sogar im rohstoffhungrigen China wurden dank immenser Anstrengungen neue Wälder angepflanzt.

Die besonders schützenswerten Waldgebiete müssen auf wissenschaftlicher Basis identifiziert und mit geeigneten Maßnahmen erhalten werden. Der von Verbänden vorgeschlagene, pauschale Nutzungsverzicht für öffentliche Laubwälder widerspricht unserer Strategie, die Nachhaltigkeit der Wirtschaft zu stärken. Im Waldland Deutschland sollte es gelingen, den Bedarf an Holz weitgehend aus eigener, nachhaltiger Produktion zu decken. Holz aus Drittstaaten kann grundsätzlich immer auch aus nicht-nachhaltigen Quellen stammen. Weltweit dürfen wir uns nicht allein auf die Zertifizierung verlassen. Wir brauchen ein zuverlässiges Verfahren, um die Herkunftsregion des Holzes nachweisen zu können. Der genetische Fingerabdruck für Holz ist ein solches Verfahren, um illegal geschlagenes Holz zu identifizieren.

Die christlich-liberale Koalition hat mit der Novelle des Bundeswaldgesetzes wichtige Impulse für eine weitergehende positive Entwicklung unsere Wälder gesetzt. Die derzeit laufende dritte Bundeswaldinventur ist in ihrem Ausmaß weltweit einmalig und wird umfassende Daten liefern. Darauf können die Forstpolitik und die Waldstrategie der Bundesregierung aufbauen und Vorbild für andere Staaten geben.

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