NaWaRo / Wald

Freitag, 23. Juli 2004
Holznutzung aus nachhaltiger Forstwirtschaft verstärken

Berlin, 23.07.2004 - Die Forstexpertin der FDP Bundestagsfraktion, Dr. Christel HAPPACH-KASAN, erklärt zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage "Holznutzung aus nachhaltiger Forstwirtschaft': Nach Angabe der Bundesregierung befanden sich bundesweit im Januar 2003 über 37 % der Natura 2000-Gebiete in Wäldern. Bei diesen geschützten Waldflächen handelte es sich damals bereits bei über 25 % um Privatwälder. Im Rahmen der zwischenzeitlich erfolgten Nachmeldeverfahren wurden weitere Flächen besonders auch im Privatwald ausgewiesen. Diese Angaben zeigen, dass sich besonders private Waldbesitzer der naturgemäßen Waldbewirtschaftung verpflichtet fühlen. Die von der Bundesregierung angestrebte Überführung des Natur- und Umweltschutzes in die konkurrierende Gesetzgebung sieht die FDP kritisch. Es besteht die Befürchtung, dass auch zukünftig auf europäischer Ebene Wälder vorwiegend unter ökologischen Gesichtspunkten betrachtet werden und dem Ziel einer nachhaltigen Produktion des nachwachsenden Rohstoffes Holz nur eine untergeordnete Bedeutung beigemessen wird. Da in Deutschland fast ein Drittel der Landesfläche mit Wald bedeckt ist, wird eine ausschließlich ökologisch orientierte Betrachtung des Waldes seinen vielen Funktionen nicht gerecht. Die FDP-Bundestagsfraktion befürwortet besonders das Teilziel 1 der geplanten Holz-Charta, die Nachfrage nach heimischem Holz zu steigern. Ein Drittel des pro Jahr nachwachsenden Holzes bleibt derzeit ungenutzt. Nach der Charta soll auch der Bund mit dem Bau holzbetonter öffentlicher Bauten Signale setzen und damit eine Vorbildfunktion für eine stärkere Holzverwendung übernehmen. Der Umfang der von der letztjährigen Insektenkalamität betroffenen Waldflächen darf nach Einschätzung der FDP nicht aus den Augen verloren werden. Die derzeit ansteigenden Temperaturen lassen auch für dieses Jahr große Käferholzmengen erwarten. Gegebenfalls muss in besonders gefährdeten Gebieten durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln die weitere Ausbreitung der Borkenkäfer gestoppt werden. Schon jetzt muss mit spürbaren Auswirkungen durch die Kalamität auf den deutschen Holzmarkt gerechnet werden.

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