NaWaRo / Wald

Dienstag, 17. August 2004
Keine Ungleichbehandlung bei Forstzertifizierung

BERLIN. Zur Antwort des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit auf eine schriftliche Anfrage zur Forstpolitik erklärt die Forstexpertin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel HAPPACH-KASAN: In Deutschland sind 65 % der Waldfläche nach PEFC (Pan European Forest Certificate) zertifiziert, 4 % nach FSC (Forest Stewardship Council). Beide Forstzertifikate erfüllen die Kriterien der EU-Kommission: Freiwilligkeit, unabhängige Überprüfung, Transparenz, Kosteneffizienz, offener Zugang. Dennoch hat die rot-grüne Koalition die politische Bevorzugung des FSC beschlossen - bisher allerdings mit mäßiger Resonanz. Um die Akzeptanz des FSC bei Kleinwaldbesitzern zu verbessern, fördert das Bundesamt für Naturschutz die Zertifizierung des Kleinwaldes nach FSC mit knapp 61.000 Euro. Die Kleinwaldbesitzer stehen den Bemühungen von FCS bisher eher kritisch gegenüber und haben sich vielerorts bereits für eine Zertifizierung ihrer nachhaltigen Waldwirtschaft nach den Richtlinien des PEFC entschieden. Mit massiver staatlicher Unterstützung soll nun das FSC-Label für diesen Kundenkreis attraktiv gemacht werden. Nach Auffassung der FDP führt dies zur Wettbewerbsverzerrung, denn die Zertifikate konkurrieren miteinander. Die von der Gesellschaft für notwendig erachteten Regelungen der Waldwirtschaft wird in den Waldgesetzen definiert. Zertifikate sind dagegen Marketinginstrumente, für deren Finanzierung die Waldbesitzer und damit die Verkäufer des zertifizierten Holzes aufkommen müssen. Im übrigen wurde durch Gutachten festgestellt, dass beide Zertifizierungssysteme als gleichwertig anzusehen sind. Die FDP lehnt die Förderung der Zertifizierung ab.

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