Ernährung | Landwirtschaft

Mittwoch, 4. Januar 2012
Happach-Kasan zu dpa: Lebensmittel werden in Deutschland nicht genügend wert geschätzt.

Dr. Christel Happach-Kasan sagte heute gegenüber der dpa: Lebensmittel werden in Deutschland nicht genügend wert geschätzt. Die Deutschen geben heute nur noch elf Prozent ihres Einkommens für Nahrungsmittel aus. Alkoholfreie Getränke eingerechnet. Das ist nicht nur historisch wenig, sondern auch im europäischen Vergleich sehr niedrig. Franzosen und Italiener schätzen Qualität und Frische höher ein, geben über 20% ihres Einkommens für Lebensmittel aus. Gleichzeitig sind in Deutschland heute 41 Millionen Menschen in Lohn und Brot. So viele wie nie. Jetzt wäre die richtige Zeit, beim Einkauf von Lebensmitteln genau so qualitätsbewusst zu sein wie beim Autokauf. Qualität und billig geht selten Hand in Hand. Wir müssen wieder lernen, unser Essen als etwas Wertvolles zu begreifen. Essen ist auch ein Kulturgut. Wer höchste Güte verlangt, der sollte auch bereit sein, dafür zu zahlen. Eine höhere Wertschätzung von Nahrungsmitteln hilft auch, die Verschwendung einzudämmen. Noch immer wird zu viel gekauft und dann weggeworfen, weil es ja nicht viel kostet. Und wer kann, sollte beim Erzeuger: Landwirt, Käserei oder Gemüsebauer kaufen. Regionale und saisonale Produktwahl hat einen eigenen Erlebniswert, unterstützt die Nachhaltigkeit und das Geld kommt direkt der Qualität zugute. Happach-Kasan auf agrar heute

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Freitag, 4. Januar 2013
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