Grüne Gentechnik

Montag, 12. Dezember 2011
HAPPACH-KASAN: SPD-Beschluss zur grünen Gentechnik ist fortschrittsfeindlich und rückwärtsgewandt


Berlin, 12.12.2011. Zum Beschluss des SPD-Bundesparteitags, der die Nutzung der grünen Gentechnik ablehnt, erklärt die Sprecherin für Ernährung und Landwirtschaft der FDP-Bundestagsfraktion, Christel HAPPACH-KASAN:
Die SPD hat entschieden, sich dem herrschenden Meinungsklima anzupassen, statt wie früher Impulse für die Lösung gesellschaftlicher Probleme zu setzen. Der Wissenschaftsstandort Deutschland wird im Bereich der Gentechnik abgewickelt, die Fragen der Welternährung, Anpassung von Kulturpflanzen an den Klimawandel, die Herausforderungen der notwendigen nachhaltigen Intensivierung der Landwirtschaft sind für die SPD ohne Bedeutung, wie der Antrag zeigt. Einerseits die Vorzüge der roten und weißen Gentechnik zu betonen und gleichzeitig die vielversprechende Züchtungsmethode für Pflanzen abzulehnen ist ein Zeichen dafür, dass die Sozialdemokraten nicht begriffen haben, welches Potential die grüne Gentechnik besitzt. Sie haben bei ihrer Entscheidung die vielfältigen wissenschaftlichen Ergebnisse völlig negiert, die in Deutschland auch unter SPD-geführten Regierungen erarbeitet wurden. Moderne Pflanzenzüchtung, einschließlich der Nutzung biotechnologischer Methoden, ist unverzichtbar, wenn wir den Herausforderungen begegnen wollen, die eine dringend nötige Verbesserung der Welternährung und der Klimawandel mit sich bringen. Weltweit leiden noch immer eine Milliarde Menschen an Hunger. Von ihnen sind 80 Prozent chronisch unterernährt. Eine weitere Milliarde Menschen ist mangelernährt. Auch für die energetische Nutzung von Biomasse, die künftig einen Teil unseres Energiebedarfes decken wird, brauchen wir moderne, biotechnologische Methoden. Der Einsatz der SPD für den Vorstoß des Europäischen Parlaments, das die Möglichkeit nationaler Anbauverbote fordert, widerspricht der Idee eines gemeinsamen europäischen Binnenmarktes. Damit wird ohne Not eine Kernidee der Europäischen Union aufgegeben. Eine von der EFSA als sicher bewertete, gentechnisch veränderte Pflanze muss in der gesamten EU angebaut werden können. Es gibt keinen wissenschaftlichen Grund, Landwirten den Zugang zu diesen innovativen Sorten zu verwehren.

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