Landwirtschaft

Montag, 12. Dezember 2011
HAPPACH-KASAN: EU-Agrarkommissar Ciolos schafft ein Bürokratiemonster

Berlin, 12.12.2011. Anlässlich der Äußerungen von EU-Agrarkommissar Ciolos, dass die Einführung eines so genannten „Greenings” im Zuge der GAP-Reform notwendig sei, erklärt die agrar- und ernährungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan:

Der Vorschlag von EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos wird entgegen seiner Beteuerungen zu einer Stilllegung von produktiver landwirtschaftlicher Nutzfläche führen. Dies ist für die FDP nicht hinnehmbar. Für die Bewältigung der globalen Aufgaben, wie weltweite Ernährungssicherung und die Bereitstellung nachwachsender Rohstoffe für die rohstoffliche und energetische Nutzung, ist es notwendig, die Abnahme landwirtschaftlicher Nutzfläche gering zu halten. Die EU sollte nicht auf dem Weltmarkt als Preistreiber für Nahrungsmittel auftreten.

Die FDP-Bundestagsfraktion bleibt zudem bei einer strikten Trennung von erster und zweiter Säule der europäischen Agrarförderung. Während die Direktzahlungen der ersten Säule an eine Bewirtschaftung der Fläche gekoppelt sind, können aus der zweiten Säule vorwiegend Agrarumweltmaßnahmen wie z.B. ökologische Vorrangflächen, der Schutz der Biodiversität und Gewässerschutzmaßnahmen gefördert werden. Langfristig müssen die direkten Einkommenshilfen für Landwirte aus der ersten Säule abgesenkt werden, um eine unternehmerische, von Beihilfen unabhängige Landwirtschaft zu etablieren. Aus der zweiten Säule sollen mit öffentlichen Geldern die Bereitstellung öffentlicher Güter vergolten werden.

Ciolos

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