Grüne Gentechnik

Mittwoch, 7. Dezember 2011
Happach-Kasan: Anti-Gentechnik-Bericht schafft Denkverbote und bringt Diskussion nicht voran

Zum heute in Deutschland vorgestellten Gentechnik-Bericht "Des Kaisers neue Kleider" erklärt die Sprecherin für Ernährung und Landwirtschaft der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan:

 

Der Anti-Gentechnik-Bericht bringt die Diskussion nicht voran. Der Bericht ist lediglich eine Werbebroschüre für Gentechnikgegner. Er ignoriert Studien, die nicht in die Agenda des Berichts passen. Er ist nicht auf dem neuesten Stand der Wissenschaft. Es ist bedauerlich, dass die Diskussion um diese vielversprechende Züchtungsmethode derartig polarisierend geführt wird. Mehr Gelassenheit und mehr Objektivität wären gefragt. Heute können es sich besonnene Naturschützer gar nicht mehr erlauben, auch nur über mögliche Anwendungen der Grünen Gentechnik nachzudenken, beispielsweise um Pflanzen stark für den Klimawandel oder resistent gegenüber Krankheiten zu machen. Denkverbote schaden jedoch allen: Naturschützern, Landwirten, Verbraucherinnen und Verbrauchern. Die Zukunft der Welternährung ist ein zu wichtiges Thema, um moderne Züchtungsmethoden kategorisch auszuklammern.

 

Die polarisierende Diskussion hat auch einen Anteil daran, dass die politischen Rahmenbedingungen großen Konzernen in die Hände spielen. Mittelständische Zuchtunternehmen können zwar forschen. Die Zulassung der Produkte ist allerdings so teuer und kompliziert, dass sie es nie zur Marktreife bringen. Als Konkurrenz fällt der Mittelstand deswegen aus. Das kann auch nicht im Sinn der Gentechnik-Gegner sein.

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Freitag, 4. Januar 2013
Fakten statt Ideologien - Novelle des Arzneimittelgesetzes weist den Weg zur Verringerung des Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung weiter lesen

Alle Meldungen zum Thema