Fischerei

Mittwoch, 9. November 2011
Happach-Kasan: FDP bringt Kormoranmanagement voran


Heute haben die Fraktionen von FDP und CDU/CSU beschlossen, dass sich die Bundesregierung für ein europaweit koordiniertes Kormoranmanagement einsetzen soll. Dazu erklärt die Sprecherin für Ernährung und Landwirtschaft der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan:

Wir brauchen regionale, nationale und europäische Maßnahmen, um die wachsenden Kormoranbestände zu regulieren. Der gemeinsame Entschließungsantrag von FDP und CDU/ CSU „Fischartenschutz voranbringen – Vordringliche Maßnahmen für ein Kormoranmanagement” gibt der Bundesregierung nun ein starkes Mandat, sich auf europäischer Ebene für eine bessere Kontrolle der Kormoranbestände einzusetzen. Die FDP hat damit den jahrelangen Stillstand bei diesem wirtschaftlich und ökologisch wichtigen Thema beendet. Besonders erfreulich ist, dass auch die Fraktion Die Linke und Teile der SPD unserem Antrag gefolgt sind. Das ist ein Erfolg für den Fischartenschutz in den Gewässern, für den Schutz autochthoner Bestände und für die Fischerei. Damit unterstützen wir den vorbildlichen und ehrenamtlichen Einsatz von Anglern und Fischern für den Arten- und Gewässerschutz. Die Agrarministerkonferenz soll zudem die Kormoranverordnungen der Länder harmonisieren. Die stark unterschiedlichen Regelungen verhindern heute ein effektives Management des Kormorans. Vögel orientieren sich weder an Länder- noch an Staatsgrenzen, deshalb ist ein koordiniertes Vorgehen erforderlich.

Der erfolgreiche Schutz des Kormorans darf nicht zu einer Gefährdung anderer Tierarten führen. So wie in Naturschutzgebieten bestandsregulierende Maßnahmen beim Fuchs möglich sind, um Vögel zu schützen, muss auch die Vielfalt der heimischen Fischfauna durch eine nachhaltige Bestandsregulierung des Kormorans geschützt werden können. Das invasive Vordringen des Kormorans in küstenferne Regionen gefährdet einheimische Fischbestände, die in ihrem Verhalten nicht an den Vogel angepasst sind. In Teichwirtschaft und Binnenfischerei machen die wirtschaftlichen Schäden nach Angaben der Branchenverbände bis zu einem Viertel des Gesamtumsatzes aus. Geschädigt werden Berufs- und Angelfischer an natürlichen Gewässern sowie Teichwirte und Fischzüchter an Aquakulturanlagen. Gefährdet ist zudem der Erhalt von Kulturlandschaften.

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