Grüne Gentechnik | Ernährung

Donnerstag, 20. Oktober 2011
Happach-Kasan: Gesunde Lebensmittel dürfen nicht vernichtet werden

Gestern hat der Ernährungsausschusses im Bundestag über die Verschwendung wertvoller Lebensmittel diskutiert und über die Forderung, einwandfreien kanadischen Rapshonig wegen geringer Anteile von gentechnisch verändertem Rapspollen zu entsorgen. Dazu erklärt die Sprecherin für Ernährung und Landwirtschaft der FDP-Bundestagsfraktion, Christel Happach-Kasan: Die bewusste Vernichtung von gesunden und hochwertigen Lebensmitteln ist ethisch nicht akzeptabel. Darüber waren sich in der gestrigen Sitzung des Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz alle Fraktionen einig, einschließlich der Grünen. Umso bemerkenswerter ist, dass die Grünen gleichzeitig fordern, kanadischen Rapshonig „aus den Regalen zu verbannen”, weil er Pollen von gentechnisch verändertem Raps enthält. Dies bedeutet nichts anderes, als dass ein Lebensmittel von einwandfreier Qualität vernichtet werden soll. Ob das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten wurde oder der Honig Pollen von gentechnisch veränderten Pflanzen enthält: In beiden Fällen besteht kein Zwang zur Entsorgung, weil in beiden Fällen die Qualität des Lebensmittels nicht beeinträchtigt sein muss. Der Einzelhandel hat das erkannt und spendet Lebensmittel, kurz bevor das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist. Für die Grünen ist es dagegen wichtiger, ihrer Anti-Gentechnik-Ideologie zu folgen, statt sich gegen die Verschwendung von Lebensmitteln einzusetzen. Sie wollen das einwandfreier Honig vernichtet wird. Es ist nicht überraschend, dass in kanadischem Honig Pollen von gentechnisch verändertem Raps gefunden wurde. Dieser Raps wird dort auf vielen Feldern angebaut. Die Qualität des Honigs wird durch seinen Gehalt an Pollen nicht beeinträchtigt, er ist von weder im Geschmack noch anderweitig verändert. Es ist daher schwer nachvollziehbar, warum jemand die erforderlichen Analysekosten bezahlt hat, denn dies verunsichert und beunruhigt die Verbraucher völlig ohne Grund. Die Aufregung beruht einzig und allein auf einem sachlich fragwürdigen Urteil des Europäischen Gerichtshofes.

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