Grüne Gentechnik

Mittwoch, 8. September 2004
Keine Sonderwege für Schwellenwerte von gentechnisch verändertem Saatgut

BERLIN. Zu den Beratungen der EU-Kommission über die Schwellenwerte für die Kennzeichnung von gentechnisch verändertem Saatgut erklärt die Gentechnikexpertin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel HAPPACH-KASAN: Der von der EU-Kommission eingeschlagene Weg für Schwellenwerte zur Kennzeichnung von gentechnisch verändertem Saatgut führt in die Irre. Notwendig sind wissenschaftlich fundierte Schwellenwerte. Sonderwege zu den bestehenden und bewährten Saatgut rechtlichen Regelungen sind abzulehnen. Der seit Jahrzehnten geltende Wert für Verunreinigungen von einem Prozent hat sich in der Praxis bewährt. Da der Bundesregierung keine Hinweise auf eine Gesundheits- und Umweltschädigung durch gentechnisch veränderte Pflanzen bekannt sind, muss der jetzt vorgeschlagene Schwellenwert vom Tisch. Mit einem Schwellenwert von 0,3 Prozent für Mais- und Rapssaatgut werden Arbeitsplätze im Bereich der Grünen Gentechnik aus Europa vertrieben. Weitere mittelständische Pflanzenzuchtunternehmen wie die Norddeutsche Pflanzenzucht Hans-Georg Lemke KG und Konzerne wie die BASF werden Forschungskapazitäten und die damit verbundenen Arbeitsplätze ins europäische Ausland verlagern. Gerade vor dem Hintergrund der gravierenden wirtschaftlichen Probleme in Deutschland und Europa muss diese Fehlentwicklung korrigiert werden. Die von der EU-Kommission vorgeschlagenen Schwellenwerte sind zu niedrig und hemmen die Nutzung der Potenziale der Grünen Gentechnik. Die Kritik von Ministerin Künast geht in die falsche Richtung. Sie zeigt, dass die Innovationsinitiative des Kanzlers von der Regierung nicht ernsthaft verfolgt wird.

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