Landwirtschaft

Freitag, 16. September 2011
HAPPACH-KASAN: Rolle rückwärts bei GAP-Neuausrichtung verhindern

Zu den Diskussionen über mögliche Vorschläge von EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU erklärt die agrarpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Christel Happach-Kasan:

Sollten sich die Gerüchte um die möglichen Vorschläge von EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos verdichten, so sind sie für die FDP untragbar. Die Forderung, 7% der Ackerfläche als ökologische Vorrangfläche nicht mehr landwirtschaftlich zu nutzen, ist unverantwortlich angesichts der Tatsache, dass sich die landwirtschaftliche Nutzfläche, die pro Kopf weltweit zur Verfügung steht, ständig mindert.

Flächenstilllegungen sind ein veraltetes Instrument der EU-Agrarpolitik aus der Zeit des Überflusses an Lebensmitteln. Heute wird eine moderne Landwirtschaft benötigt, welche sich den weltweiten Herausforderungen des Bevölkerungswachstums und der steigenden Nachfrage nach nachwachsenden Rohstoffen stellt, die nachhaltig wirtschaftet und dem Klima- und Naturschutz gerecht wird. Eine Rolle rückwärts bei der Neuausrichtung der GAP gilt es zu verhindern.

Es ist außerdem nicht gerechtfertigt, Ökobetriebe aus dieser geplanten Flächenstilllegung herauszunehmen. Die Beeinträchtigung der Natur ist je Produktionseinheit von der gleichen Größenordnung wie bei modernen Betrieben.

Pauschale Ökologisierung, Flächenstilllegung und die drohende Kappung bieten keinerlei Lösungsansätze für eine wettbewerbsfähige, unternehmerische europäische Landwirtschaft. Sie bedeuten einen noch höheren Bürokratieaufwand und fördern ineffiziente Betriebsstrukturen. Moderne landwirtschaftliche Betriebe sind keine Frage von groß oder klein, sondern eine Frage der fachgerechten Organisation. Sie produzieren hochwertige Lebensmittel, erfüllen hohe Qualitäts- und Tierschutzstandards und tragen zum Umweltschutz bei. Sie sind das Ziel liberaler Agrarpolitik.

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