Grüne Gentechnik | Landwirtschaft

Donnerstag, 8. September 2011
HAPPACH-KASAN: Europaweite Prozesskennzeichnung voranbringen

BERLIN. Anlässlich der Äußerungen von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner zum Urteil des EuGH zu GVO-Spuren in Honig erklärt die agrar- und ernährungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN:

Auch die europäische Gesetzgebung muss in sich konsistent sein. Es ist kaum nachvollziehbar, dass einzelne Pollenkörner einer als Lebensmittel zugelassenen gentechnisch veränderten Pflanzensorte einem Honig die Verkehrsfähigkeit nehmen sollen. Deswegen ist es dringend erforderlich, dass die Gentechnik-Gesetzgebung der EU auf den Prüfstand kommt.

Dazu gehört auch, dass die Gentechnik-Kennzeichnung so verschärft wird, dass alle Lebensmittel, die auf irgendeiner Herstellungsstufe mit Gentechnik in Berührung gekommen sind, gekennzeichnet werden müssen. Die FDP unterstützt Bundesministerin Ilse Aigner in diesem Anliegen. Wo Gentechnik drin ist, soll auch Gentechnik draufstehen. An vielen Produktionsprozessen sind bereits gentechnisch veränderte Organismen beteiligt, ohne dass im fertigen Lebensmittel davon Spuren nachzuweisen sind. Das gilt für Produkte der modernen Landwirtschaft genauso wie für Ökoprodukte. Darüber kann der Verbraucher nur durch eine vollständige Prozesskennzeichnung aufgeklärt werden.

Das Urteil führt für die Verbraucherinnen und Verbraucher auch zu finanziellen Belastungen. 80 Prozent des Honigs wird importiert, etwa die Hälfte enthält Pollen von gentechnisch veränderten Organismen. Das Urteilvermindert das Angebot an Honig und verteuert es durch die erforderlich werdenden Untersuchungen.

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