Fischerei

Mittwoch, 17. August 2011
Happach-Kasan: Schleswig-Holsteinischer Vorstoß für ein wissenschaftsbasiertes Kormoranmanagement ist richtig

In seiner heutigen Sitzung berät der Schleswig-Holsteinischen Landtag einen Antrag, der von der Bundesregierung ein wissenschaftsbasiertes Kormoran-Bestandsmanagement einfordert. Dazu erklärt die fischereipolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan:

Wir brauchen regionale und nationale Maßnahmen, um die wachsenden Kormoranbestände zu kontrollieren. Der Vorstoß aus Schleswig-Holstein ist richtig. Als reiner Fischfresser ist der Kormoran für die Artenvielfalt in den Gewässern und für die Fischerei ein Problem. Das hat auch der Naturschutzbund Deutschland (NABU) zu spüren bekommen. Er muss in die Teiche des Informationszentrums „Blumberger Mühle” seit dem Jahr 2000 jährlich über 50 Tonnen Satzkarpfen aus Tschechien setzen. Dieser Erfahrung darf sich der NABU nicht verschließen und sollte sich für einen ausgewogenen Naturschutz stark machen. Darüber hinaus ist es wichtig, die Management-Maßnahmen vor allem mit unseren Nachbarländern zu koordinieren. Die FDP-Bundestagsfraktion setzt sich deshalb für ein europäisches Kormoranmanagement ein.

In Teichwirtschaft und Binnenfischerei machen die wirtschaftlichen Schäden nach Angaben der Branchenverbände bis zu einem Viertel des Gesamtumsatzes aus. Geschädigt werden Berufs- und Angelfischer an natürlichen Gewässern sowie Teichwirte und Fischzüchter an Aquakulturanlagen. So wie in Naturschutzgebieten bestandsregulierende Maßnahmen beim Fuchs möglich sind, um Vögel zu schützen, muss auch die Vielfalt der heimischen Fischfauna und insbesondere autochthone Populationen durch eine nachhaltige Bestandsregulierung des Kormorans geschützt werden können.

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