Schleswig-Holstein

Mittwoch, 27. Juli 2011
Wir leben, wo andere Urlaub machen - Kolumne für den "Ratzeburger Markt"

Wir leben, wo andere Urlaub machen. Gerade im Sommer ist das offensichtlich. Für Wassersport, Rad- und Fußwanderungen ist Ratzeburg idealer Ausgangspunkt. Die Insel selbst mit der Domhalbinsel, den Museen, kulturellen Veranstaltungen wie jetzt die Aufführungen des Glöckners von Notre Dame lohnen den Besuch. Aber nutzt Ratzeburg wirklich seine wunderschöne Lage, sein kulturelles Ambiente, seine im nächsten Jahr 850 Jahre währende Stadtgeschichte optimal? Ich meine, es gibt Raum für Verbesserungen. Ich will zwei Beispiele nennen.

Unsere Kurpromenade liegt ideal am großen Küchensee auf der Sonnenseite der Insel. Die Voraussetzungen sind also gut. Aber gestalterisch habe ich schon interessantere und schönere Anlagen gesehen. In zwei Jahren wird es in Hamburg eine große internationale Gartenbauausstellung geben. Dieses Ereignis wird viele Besucherinnen und Besucher nach Hamburg locken und in die Umgebung ausstrahlen. Wir sollten es zum Anlass nehmen, über unsere Kurpromenade nachzudenken, zum Beispiel einen Wettbewerb ausschreiben, um Gestaltungsideen zu sammeln. Die Sonnenseite unserer Stadt sollte uns eine kleine Investition wert sein. Die Bundesgartenschau in Schwerin vor zwei Jahren hatte mehr als 1,8 Millionen Besucher. Hamburg wird noch mehr Gäste an sich ziehen. Wenn nur jeder hundertste Ratzeburg besuchen würde, hätten wir zusätzlich 20 000 Besucher. Die Wirtschaft auf der Insel, Gastronomiebetriebe und der Einzelhandel, würden gestärkt und wir erhielten außerdem einen schöneren Kurpark.

Außer dem Kurpark könnten wir den Besuchern den Baumpark vor der Stadt, eine schöne Insel und eine herrliche Umgebung anbieten. Aber für unsere gute Stube sollten wir noch etwas tun. In einigen Straßen wie der Domstraße wachsen Rosenstöcke vor den Häusern, die auch in diesem verregneten Sommer ihre Pracht entfalten. Es waren früher einmal mehr Rosen in der Stadt und es wäre schön, wenn die Sitte, die Häuser mit Rosen zu schmücken wieder aufleben würde. Die Stadt könnte dies unterstützen. Und natürlich wünsche ich mir auch Blumen auf dem Marktplatz.

 

Der Text erschien als Kolumne in der Wochenzeitung Ratzburger Markt am 27.07.2011

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