Ernährung | Landwirtschaft

Freitag, 22. Juli 2011
Happach-Kasan: EHEC-Entschädigungen für alle Blattsalate

Berlin, 22.07.2011: Zu den nun bekannt gewordenen Schadensmeldungen von deutschen Gemüsebaubetrieben in Folge der EHEC-Krise erklärt die Sprecherin für Ernährung und Landwirtschaft der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan:

Verbraucherinnen und Verbraucher haben nach der Verzehrwarnung auf den Kauf fast aller Salate verzichtet, da die behördliche Verzehrwarnung für alle Blattsalate galt. Die EHEC-Entschädigungen müssen deshalb auch für alle Blattsalate gezahlt werden. Die Bundesregierung ist gefordert, dies in Brüssel durchzusetzen. Eine akademische Unterscheidung zwischen entschädigungsfähigen Blattsalaten und nicht entschädigungsfähigem Rucola oder Chinakohl ist völlig realitätsfern.
Nach den bisherigen, niedrigen Schadensmeldungen ist finanzieller Spielraum vorhanden. Es keinen Grund deutschen Rucola-Herstellern Entschädigungszahlungen zu verwehren, während Spanien Paprika und Zucchini in die Entschädigungslisten mit aufgenommen hat.

Die Absatzzahlen der Gemüseanbauer sind bis heute nicht auf Vorkrisenniveau. Es reicht nicht aus, dass die zuständigen Institute wie auch das Landwirtschaftsministerium nur die Verzehrwarnungen aufheben. Darüber hinaus sollte den Verbraucherinnen und Verbrauchern durch die Institute ein klares Signal gegeben werden, Salate wieder in ihren Speiseplan aufzunehmen. Grillfleisch schmeckt erst richtig gut mit einem knackigen Salat. Es gibt keinen Grund mehr, darauf zu verzichten.

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