Grüne Gentechnik

Dienstag, 5. Juli 2011
HAPPACH-KASAN: Nationale Anbauverbote für gv-Pflanzen widersprechen der europäischen Idee

Berlin, 05. Juli 2011. Zum Beschluss des Europäischen Parlamentes, nationale Anbauverbote für gentechnisch veränderte Pflanzen zu ermöglichen, erklärt die agrar- und ernährungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan: Die heutige Entscheidung des EU-Parlaments widerspricht der Idee eines gemeinsamen europäischen Binnenmarktes. Damit wird ohne Not eine Kernidee der Europäischen Union aufgegeben. Eine von der EFSA zugelassene, gentechnisch veränderte Pflanze muss in der gesamten EU angebaut werden können. Es gibt keinen wissenschaftlichen Grund, Landwirten den Zugang zu diesen sicheren und innovativen Sorten zu verwehren. Wir können nicht auf der einen Seite die Direktzahlungen der gemeinsamen Agrarpolitik kürzen und auf der anderen Seite unseren Landwirten die Anwendung moderner Technologien vorenthalten und sie so in ihrer unternehmerischen Freiheit beschneiden. Die FDP setzt sich dafür ein, dass beim Anbau von neuen, gentechnisch verbesserten Pflanzensorten und bei der Anwendung von gentechnisch veränderten Organismen die wissenschaftliche Sicht bindend ist und nicht politisch motivierte Interpretationen. Das wäre Willkür. Mit dem Beschluss ignoriert das Europäische Parlament internationale Entwicklungen. Weltweit nimmt die Nutzung der Biotechnologie in der Pflanzenzüchtung zu. Die Anbaufläche gentechnisch veränderter Pflanzen steigt.

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